Ein aufregender Tag aus Sicht von zwei Hunden
Nun, der Tag ging eigentlich normal los. Löserunde, Frühstück und dann
Verdauungsschläfchen.
Frauchen war etwas sehr agil und flott unterwegs, und sie packte Taschen und an mit Essen und Trinken für sie und Herrchen . Wir wurden nicht vergessen, Faltbare Näpfe, unsere Trinkflasche mit Wasser, Kotbeutel, Haushaltsrolle, alles wurde in eine Hundetasche gepackt und dann ging es schon morgens mit dem Auto los.
Haben die es nicht gehört, der Ton unseres Autos war etwas anders. Es „nadelte“ so. Nicht so schlimm, aber wir Hunde haben es eher wahr genommen, als unsere Leute.
Und während der Fahrt ging die Öl – Kontroll Leuchte an. Herrchen war gerade in einem langen Stau auf einer viel befahrenen Umleitungsstrecke. Nix mit umkehren…! Aber er hat sich Sorgen gemacht. Das haben wir aus seinem Ton gehört. Irgendwo an einer Tankstelle kaufte Herrchen fürs Auto Öl, goss es nach und dann? Nein, die Leuchte ging nicht aus! Was sollte das wohl geben?
Angekommen sind wir dort, wohin wir wollten noch gut. Wir bekamen unser Trinkwasser. Während Frauchen mit einigen Leuten am Tisch einen Quatsch in, gehalten hat, ist Herrchen mit uns spazieren gegangen, Wir konnten uns lösen. Später, es war sehr warm ist Herrchen mit uns in den Raum gegangen, wo auch Frauchen war. Weit ab haben wir uns hingesetzt. Es war schön kühl und Herrchen hat seine Zeitung gelesen und etwas gegessen. Wir bekamen unser Wasser.
Früher als erwartet, war die Sitzung mit Frauchen beendet. Herrchen hatte im Auto an einem schönen Schattenplatz noch ein Nickerchen gemacht und wir waren auf dem Heimweg.
Herrchen war besorgt, denn obwohl er dem Auto Öl gegeben hatte, ging die Lampe nicht aus.
Später merkte Herrchen, daß der Wagen nicht mehr so zog, wie sonst. Und dann geschah es: noch ein komischer Ton und es rollte aus und nichts ging mehr. Verdammt wir waren doch erst auf halbem Wege auf der Autobahn.
Herrchen und Frauchen machten das Blinklicht an, zogen sich so komische bunte Westen an und Herrchen kramte das Warndreieck raus. Frauchen telefonierte. Es war schrecklich laut um uns herum und stank. Neiin das war kein Stopp in unserem Wald! Wir mußten im Käfig im Auto bleiben. Dann stiegen die auch noch hinter die Leitplanke und es kam die Polizei. Wir konnten sie vor Lärm nicht hören und sehen.
Tja, und wir konnten nicht mal mit denen allen reden Es war so aufregend. Und dann kam ein ganz großes Lastauto. Unser Käfig wurde zugemacht und die Klappe im Auto auch. Wir haben gemerkt, daß wir hoch gezogen wurden.
Wir haben Angst gehabt und nix mehr gesagt, nur gehechelt . Frauchen und Herrchen mußten hoch in das große Auto steigen und dann ging es ab.
Herrje, was das nun wieder war!
Irgendwann hielt das große Auto, nachdem es noch ein paar Mal hin und her geschaukelt ist, die Rampe wurde runter gemacht und da stand unser Auto.
Herrchen mußte mit in ein Büro. Frauchen räumte das Auto aus. Wir waren so aufgeregt. Sie gab uns erst mal in unserem Näpfchen Wasser. Das war gut so. Dann gingen wir auf ein angrenzendes Feld, da konnten wir unsere Angstbächlein erst mal los werden. Es roch alles so anders als auf den uns bekannten Spazierwegen. Es sah so ganz anders aus. Dann kam ein fremdes Auto, lud Frauchens Rollator und unsere Taschen ein und wir mußten mit Frauchen hinten einsteigen Unser Käfig und unser vertrautes Auto blieben zurück.
Im Auto war es warm, Ein fremder Mann mit ruhiger Stimme sprach mit Herrchen. Der stieg vorne mit ihm ein und dann ging es wieder kreuz und quer irgendwo hin. Da sollte Herrchen ein Auto bekommen und mit uns nach Hause fahren. Pustekuchen !Der Laden war zu ! Es war ja ein Samstag Nachmittag. Unser Fahrer rief dort an und wir hätten irgendwo im Nirgendwo ohne Schatten mehr als eine Stunde stehen und warten müssen.
Herrchen und Frauchen waren so fertig und wir auch. Herrchen entschied, auch wenn es teuer wird, das Taxi sollte uns ganz nach Hause bringen.
Zwar war es in dem Auto nicht so bequem, wie in unserem Hundekäfig. Der dicke Timo hat es wieder geschafft, sich auf Frauchens Schoß zu setzen und damit einen Fensterplatz zu haben. Ich, der liebe kleine Spitzemann lag im Fußraum, unbequem, sage ich euch. Dies Auto roch auch nicht so wie unser Auto.
Irgendwann habe ich es auch noch geschafft, auf Frauchens Schoß zu kommen. Da lagen wir dann zu zweit und haben aus dem Fenster geschaut.
Der Fahrer fuhr ruhig und irgendwann waren wir zuhause. Puh, das war was! Zuhause bekamen wir erst mal unser Futter und dann sind wir schlafen gegangen Wir haben noch im Traum gezuckt und von dem Abenteuer geträumt.
Nee, das brauchen wir alten Hunde nicht noch mal und ich glaube auch unsere Leute nicht. Wer weiß ob und wie und wo wir unser Auto wieder sehen und ob wir noch einmal damit fahren können in unseren geliebten Wald. Herrchen wird viel Geld bezahlen müssen und nun viele Wege besorgen müssen ohne Auto, sicher dürfen wir dorthin nicht mit.
Vielleicht bekommt er noch ein wenig Geld zurück was er dem Fahrer geben mußte.
Und ob wir für eine Weile einen geliehenen Wagen bekommen????? Herrchens Gesicht hat sich fast in Dackelfalten gelegt. Das von Frauchen sah auch zerknittert aus.
Mensch sein, kann so anstrengend sein und Hund sein auch!
Karin Oehl