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Archive for Dezember, 2009

Hilfe für den Hund am Sylvestertag – oder: Ist die Menschheit verrückt geworden?!

Mittwoch, Dezember 30th, 2009
Liebe Kollegen, liebe Hundefreunde,
ich habe einen Text darüber geschrieben, wie man einen Hund mit Sylvesterangst am besten über diese Tage bringt und würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir bei der Verteilung an möglichst viele Menschen helft! Also bitte weiter leiten, ich DANKE Euch dafür!
Viele Grüße,
Clarissa

animal learn
Clarissa Frfr. v. Reinhardt
Am Anger 36
83233 Bernau
Tel: 08051/ 961 710
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Hilfe für den Hund am Sylvestertag – oder:
Ist die Menschheit verrückt geworden?!
„Alle Jahre wieder…“ kommt leider nicht nur das Christkind, sondern pünktlich eine Woche später auch die große Knallerei. Weihnachten gilt als stilles und besinnliches Fest, an dem es gar nicht ruhig genug sein kann, selbst unser altes deutsches Liedgut preist die „Stille Nacht, heilige Nacht…“ , aber nur sieben Tage später scheint die Menschheit regelmäßig verrückt zu werden. Es kann gar nicht laut und grell genug werden – ganz gleich, einen wie hohen Preis wir dafür zahlen.
Ebenfalls fragt sich alle Jahre wieder der gesunde Menschenverstand, wie es sein kann, dass angesichts (ver)hungernder Menschen und Tiere, einer kriselnden Weltwirtschaft und scheinbar nicht lösbarer Umweltprobleme, die uns irgendwann alle miteinander mit einem ganz großen Knall ins Jenseits befördern könnten, überhaupt ein Mensch so verrückt sein kann, Geld für Raketen, Böller und Tischfeuerwerk auszugeben?! Ja wissen die Leut` denn wirklich nichts besseres damit anzufangen? Für die ganz Ideenlosen wüsste ich da ein paar Umwelt- und Tierschutzorganisationen, die um jeden Cent dankbar wären. Auch das Frauenhaus, die Welt-hungerhilfe und Aktion Mensch hätten sicher einen besseren Verwendungszweck für die Milliarden, die da alljährlich in die Luft gepulvert werden.
Und nun möge mir bloß keiner mit der Tradition kommen! Ach, so vieles wird unter dem Deckmäntelchen der Tradition fortgeführt, so vieles, das man lieber bleiben lassen sollte: Der Stierkampf, die Treibjagd, Pferderennen oder auch die Unterdrückung der Frau, die nach wie vor in vielen Ländern dieser Erde zur guten (?) alten Tradition gehört. Na ja, manchmal ist die Tradition halt auch mehr alt als gut und gehört einfach abgeschafft. Es lohnt, darüber nachzudenken.
Als Tierhalterin habe ich mir die Knallerei schon als Jugendliche abgewöhnt. Zu sehr taten mir die Hunde (und Katzen!) leid, wenn sie sich zitternd unter der Eckbank verkrochen und tagelang nicht mehr aus dem Haus trauten. Ich dachte an die Wildtiere, die ebenfalls voller Angst und Schrecken flüchten und Schutz suchen vor einer nicht benennbaren und nicht verstehbaren Gefahr.
In meiner Hundeschule mehren sich jetzt wieder die Anrufe der Verzweifelten, die fragen, ob ich Tipps hätte, wie man mit dem geliebten Vierbeiner die Jahreswende halbwegs schadlos übersteht. Immer wieder stellt man mir die Frage, ob ich mich da auskenne. Oh ja, da kenne ich mich sogar sehr gut aus, denn drei meiner sieben Hunde haben schreckliche Angst und zwei fürchten sich zumindest etwas. Mit den folgenden, jahrelang im Ernstfall erprobten Tipps kommen wir ganz gut über die Runden:
Die einfachste Lösung zuerst: Hauen Sie mit Ihrem Hund einfach für ein paar Tage ab. Buchen Sie eine einsame Berghütte irgendwo im Nirgendwo. Das müssen Sie allerdings rechtzeitig tun, denn einsame Berghütten gibt`s bei weitem nicht so viele wie genervte Hundehalter, die diese zur Jahreswende händeringend suchen. Reisen Sie schon ein paar Tage vor Sylvester ab und bleiben Sie auch etwas länger, denn wie wir alle wissen, beginnt die Knallerei schon Tage vor dem ganz großen Spektakel und zieht sich auch noch bis zum zweiten oder dritten Januar hin.
Wenn diese Lösung nicht möglich ist, wäre mein wichtigster Tipp, dass Sie Ihrem Hund so viel Ruhe wie möglich vermitteln und durch Idolfunktion vorleben, dass Ihnen der ganze Rummel gar nichts ausmacht. Für mich ist dies zugegeben der schwierigste Part, denn tatsächlich könnte ich jedem, der da draußen rumknallt, ebenfalls eine knallen – kleine Kinder, die noch nicht wissen, was sie tun, ausgenommen.
Durch die Stimmungsübertragung beeinflussen wir unsere Hunde ganz enorm, je gelassener Sie also sind, desto eher kann Ihr Hund sich zumindest etwas beruhigen. Aber erwarten Sie bitte nicht, dass Ihr Hund keine Angst mehr hat, nur weil Sie keine haben, denn ganz so einfach läuft es nicht. Es ist etwa wie bei einem bevorstehendem Besuch beim Zahnarzt, der Ihnen große Angst macht: Ein Partner, der Ihnen Mut zuspricht und Gelassenheit ausstrahlt, hilft zumindest etwas – einer der glaubt, man brauche doch keine Angst haben, weil er/ sie ja schließlich auch keine Angst hat, hilft überhaupt nicht, sondern nervt einfach nur.
Tipp Nummer zwei steht in direktem Zusammenhang mit Tipp Nummer eins: Haben Sie Zeit für Ihren Hund, stehen Sie ihm durch Anwesenheit zur Verfügung und ermöglichen Sie ihm das Kontaktliegen, wenn er es wünscht. Hierbei müssen Sie aber sehr präzise arbeiten, damit es nicht zu einer so genannten unbewussten Bestätigung kommt. Keinesfalls heißt dies nämlich, dass Sie Ihren Hund auf den Arm nehmen, herumtragen oder auf den Schoß setzen sollen, während Sie ihn streicheln und in endlosen Litaneien bedauern, denn dieses Verhalten würde die Angst Ihres Hundes nur verstärken. Allerdings sollten Sie andererseits auch keinesfalls – wie von manchen Trainern empfohlen – Ihren Hund ignorieren, wenn er Angst hat. Dieser Tipp, der die oben genannte „unbewusste Bestätigung“ verhindern soll, ist weit über das Ziel hinaus geschossen, denn wenn Sie Ihren Hund ignorieren, wenn er Angst hat, was vermitteln Sie ihm dann?! Dass Ihnen seine Angst vollständig egal ist und er sich an jemand anderen wenden muss, wenn er Unterstützung und Schutz braucht – und das ist für eine gute Bindung und ein angestrebtes Vertrauensverhältnis zwischen Hund und Halter das reinste Gift! Deshalb haben wir seit Jahren ein Ritual eingeführt, das bestens funktioniert:
Unser Wohnzimmer wird zu einer Liegelandschaft umgebaut. Zugegeben, bei nur einem Hund oder zweien ist das nicht nötig, es reicht ein bequemes Sofa, aber wir haben ja sieben… Einer von uns hält sich die meiste Zeit über auf der „Liegewiese“ auf, meistens lesen wir oder telefonieren mit Freunden. Die Hunde kommen ganz von selbst und suchen den Körperkontakt, wenn die Knallerei losgeht. Sie legen sich mit hin, dürfen sich ankuscheln und unsere Nähe spüren. Einem von ihnen hilft es besonders, wenn wir ihn mit einer Decke so zudecken, dass nur noch sein Kopf rausschaut – er fühlt sich so eingehöhlt sicherer. Wenn die, die besonders große Angst haben, anfangen zu hecheln oder uns anzupföteln, reagieren wir darauf nur geringfügig und sagen einfach nur kurz „Ist schon o.k.“ oder ähnliches und strahlen weiterhin heitere Gelassenheit aus. Um diese Stimmung zu erzeugen, helfen übrigens Bücher des Dalai Lama ausgesprochen gut! ?
Zusätzlich läuft bei uns der Fernseher in einer Lautstärke, die gut erträglich ist, aber doch den Lärm von draußen zumindest teilweise abmildert. Diese Geräuschkulisse kann die Knallerei natürlich nicht übertönen, dann würden uns – und besonders unseren Hunden, deren Gehör viel feiner ist – ja die Ohren weh tun. Aber sie verhindert eine allzu starke Fokussierung auf die Knallgeräusche. Der besondere Tipp: Auf 3 SAT laufen jedes Jahr ab 11.00 Uhr vormittags bis weit nach Mitternacht Mitschnitte von tollen Live-Konzerten der vergangenen Jahre. Echte Sahnestücke der Musikgeschichte, von Phil Collins über U2, Michael Jackson, Pink oder Tina Turner, es ist für so ziemlich jeden Musikgeschmack etwas dabei.
Sehr hilfreich ist auch eine CD, die es als Beigabe zu dem Buch „Mit den Ohren eines Hundes“ (sehr zu empfehlen!) gibt. Die auf ihr zu hörende Musik wurde nach jahrelangen Forschungen auf dem Gebiet der Psycho-Akustik arrangiert und ist speziell auf das akustische
Wahrnehmungsvermögen von Hunden abgestimmt. Sie wirkt beruhigend und wird bereits erfolgreich in Tierheimen, Hundepensionen und Tierkliniken eingesetzt.
Sobald es am Nachmittag auch nur ansatzweise dämmrig wird, machen wir überall im Haus das Licht an, um die von draußen kommenden Lichtreflexe zu mildern. Sollten Sie Gardinen oder Rollos haben, sollten Sie diese schließen. Manchmal hört man den Tipp, mit dem Hund am besten in den Keller zu gehen, im Idealfall in einen Keller ohne Fenster. Dies ist allerdings nur dann sinnvoll, wenn Sie das nicht ausschließlich zu Sylvester tun – sonst kann es schnell passieren, dass der Hund bereits das Herunter-gehen in den Keller fürchtet, weil es für ihn in direktem gedanklichen Zusammenhang mit der Knallerei steht. Sollten Sie aber eine Art eingerichteten Hobbyraum haben, den Sie regelmäßig nutzen, kann es tatsächlich hilfreich sein, Sylvester dort unten zu verbringen, bis gegen 2.00 oder 3.00 Uhr nachts zumindest die schlimmste Knallerei vorbei ist.
Die Gassi-Runden reduzieren wir auf kurze Gänge in der Nähe des Hauses, damit die ängstlichen Hunde das Gefühl haben, jederzeit auf dem schnellsten Weg wieder nach Hause zu können. Ist „die Fluchtburg“ in kürzester Zeit erreichbar, fühlt sich so mancher Hund zumindest etwas besser. Wenn Sie einen Garten haben, können Sie das Rausgehen auch auf diesen beschränken. Wir gehen am 31. Dezember immer eine ganz lange Runde sehr früh am Morgen, so gegen 6.00 Uhr – da ist es noch weitgehend ruhig. Danach bleiben wir mit den ängstlichen Hunden auf unserem Grundstück.
Wenn Sie einen Hund haben, der in Panikattacken verfällt, wenn er es – selbst in größerer Entfernung – knallen hört, dann führen Sie ihn an den Tagen rund um Sylvester mit doppelter Leinensicherung und bleiben Sie in der Nähe Ihres Hauses oder Ihres offen stehenden (!) Autos, denn für diese Hunde ist das Erreichen „der Fluchtburg“ eine Frage des Überlebens.
Von der häufig empfohlenen Gabe von Medikamenten möchte ich dringend abraten! Zunächst einmal ist wichtig zu wissen, dass jedes Psychopharmaka eine so genannte Umschlagwirkung zeigen kann. Das bedeutet in diesem Fall, dass der Hund nicht beruhigt, sondern ganz im Gegenteil, jetzt erst richtig hoch gefahren wird. Der Kreislauf wird aktiviert, der Puls rast wie verrückt, der Hund kommt nicht mehr zur Ruhe und der so gestresste Organismus nimmt die Außenreize durch die Adrenalinausschüttung noch stärker wahr. Vor ein paar Jahren wurde ich am Sylvesterabend von einer völlig verzweifelten Hundehalterin angerufen, bei deren Eurasierer-Rüden genau das passiert war. Der Hund drehte völlig durch, speichelte, raste fieberhaft nach Unterschlupf suchend durch das Haus und war kaum noch ansprechbar. Die Tierärztin, die das Mittel verschrieben hatte, empfahl am Telefon, den Hund in die Praxis zu bringen, was vollkommen ausgeschlossen war für die Halterin, weil er sich nicht einmal mehr anfassen ließ, ohne deutlich drohend zu fletschen – was er übrigens sonst nie tat! Als ich nach halbstündiger Fahrt dort ankam, war der Hund bereits so durchgedreht, dass ich einen Kreislaufkollaps befürchtete. Uns blieb also nichts anderes übrig, als uns auf den Hund zu stürzen, ihn – halb im Würgegriff – ins Auto zu zerren und in die Klinik meines Vertrauens zu bringen. Dort wurde er in Narkose gelegt, um ihn erst einmal ruhig zu stellen. Dann wurde er an den Tropf gehängt, um die Wirkstoffe in seinem Körper möglichst schnell auszuschwemmen. Es dauerte mehr als 14 Tage, ehe dieser Hund sich halbwegs erholt hatte und sein Frauchen und mich wieder vertrauensvoll an sich heran ließ. Er war damals fünf Jahre alt und ich kannte ihn seit seiner Welpenzeit. Er hatte uneingeschränktes Vertrauen zu mir und seiner Halterin bis zu diesem Abend gehabt…
In einem anderen Jahr rief mich am 05. Januar eine Dame an, deren Hund sich seit Sylvester völlig verändert hatte. Er zitterte, sobald er nur angesprochen wurde und reagierte extrem auf jegliche Außenreize, die mit Geräuschen oder Licht zu tun hatten. Er flüchtete zum Beispiel in Panik unter den Küchentisch, als vor dem Haus die Straßenlaterne anging. Beim Beratungsgespräch stellte sich dann heraus, dass auch dieser Hund auf Anraten eines befragten Tierarztes Medikamente verschrieben bekommen hatte. Er wählte ein Mittel aus, dass hauptsächlich auf der Basis eines Muskelrelaxans wirkte, das Bewusstsein aber kaum beeinflusste. Im Klartext bedeutete dies, dass dieser arme Hund, der schon immer große Angst vor Sylvester hatte, alles um sich herum mitbekam, aber unfähig war, sich zu bewegen. Gefangen im eigenen Körper konnte er weder hecheln, noch herumlaufen oder sich verkriechen, so wie er es sonst immer getan hatte. Die Folgen waren fatal – dieser Hund erlitt ein Trauma, von dem er sich nie mehr richtig erholte.  Er hatte für den Rest seines Lebens Probleme und die Halterin verfluchtete den Tag, an dem er das „Beruhigungsmittel“ bekommen hatte.
Ich könnte noch einige solcher Beispiele nennen, die ich im Laufe der Jahre miterlebt habe. Es waren weit mehr als nur diese beiden und aus diesem Grund würde ich die Gabe von Medikamenten nicht empfehlen. Ich kenne keinen einzigen Hund, der sich nicht über kurz oder lang wieder erholt hätte nach der Knallerei – aber einige, die durch Medikamentengabe traumatisiert wurden. Selbstverständlich gibt es auch Hunde, die die Medikamentengabe gut vertragen – nur weiß man vorher nicht, ob es so sein wird und mir ist das Risiko für die mir anvertrauten Tiere definitiv zu groß, falls es nicht so sein sollte.
Hingegen macht eine Kollegin von mir recht gute Erfahrungen mit der Gabe von Bach-Blüten. Suchen Sie sich einen seriösen Therapeuten, der eine individuelle Mischung für Ihren Hund zusammenstellt. Die im Handel erhältlichen, fertigen Mischung möchte ich Ihnen nicht empfehlen, da sie der eigentlichen Lehre Bach`s und seinem Verständnis über die Wirkung der Blütenmittel nicht entsprechen. Eine Umschlagwirkung ist hier nicht bekannt, es soll aber nicht verschwiegen werden, dass es in seltenen Fällen zu einer Erstverschlimmerung der Symptome kommen kann, ähnlich wie wir sie aus der Homöopathie kennen. Sollte diese gerade an Sylvester auftreten, wäre das natürlich fatal. Deshalb ist eine vorherige Gabe zum Ausprobieren empfohlen.
Einigen Hunden hilft auch der D.A.P.-Stecker recht gut, der im Fachhandel erhältlich ist. D.A.P. ist die Abkürzung für Dog Appeasing Pheromone. Diese Pheromone sind Duftstoffe, die eine Mutterhündin während der Laktationsphase zwischen der Milchleiste absondert und die beruhigend auf die Welpen wirken. Man fand heraus, dass diese Wirkung auch noch bei erwachsenen Hunden eintritt und schließlich gelang es, diese Pheromone zu synthetisieren. Steckt man nun diesen Stecker in die Steckdose, wird der Geruch der Pheromone ausgeströmt. Wichtig ist hierbei allerdings, dass Sie dem Hund die Gelegenheit geben, den Raum zu verlassen, wenn er das wünscht, denn nicht alle Hunde mögen diesen Geruch und nicht auf alle wirkt er beruhigend! Beobachten Sie Ihren Hund, ob er sich freiwillig in die Nähe des Steckers begibt und tatsächlich ruhiger wird oder ob ihm dieser Geruch völlig egal zu sein scheint oder er sogar den Raum verlässt. Auch hier ist es sinnvoll, nicht erst am Sylvesterabend auszuprobieren, welche Reaktionen Ihr Hund zeigt, fangen Sie ruhig schon ein bis zwei Wochen vorher damit an. Auf gar keinen Fall sollten Sie die ebenfalls erhältlichen D.A.P.-Halsbänder verwenden, denn einmal angelegt kann der Hund sich eben nicht mehr frei entscheiden, ob er den Geruch sucht oder meidet, sondern ist ihm ausgeliefert. Interessant ist, dass der Hersteller anfangs, als es nur die Stecker gab, selbst ausdrücklich darauf hinwies, wie wichtig es ist, dem Hund die Möglichkeit zum Ausweichen zu geben. Trotzdem hat er dann die Halsbänder und auch noch ein Spray auf den Markt gebracht. Man macht sich so seine Gedanken, was hinter diesem Sinneswandel steckt…
Für viele Menschen ist übrigens unklar, warum Hunde gerade vor Sylvester so große Angst haben. Manchmal sogar solche, die zum Beispiel keine Probleme mit Schüssen oder Gewitter haben. Der Grund liegt wahrscheinlich darin, dass durch die Knallerei gleich mehrere Sinne deutlich überstrapaziert werden: Der Gehörsinn durch den Lärm, der Gesichtssinn (die Augen) durch die ungewohnten und in großer Anzahl auftretenden Lichtreflexe und der Geruchssinn durch den Gestank, den die Böller verursachen und der ebenfalls ungewohnt ist für den Hund.
Abschließend wünsche ich Ihnen und Ihrem Hund (oder Ihren Hunden) eine möglichst ereignislose Sylvesternacht und hoffe, dass die hier zusammengefassten Tipps helfen, mit möglichst viel Ruhe und Frieden ins neue Jahr zu kommen!
Clarissa v. Reinhardt
www.animal-learn.de
P.S. : Als Autorin erlaube ich ausdrücklich, diesen Text ungekürzt, unverändert und unter Nennung der o.g. Quelle weiträumig zu verbreiten. Wenn Sie ihn erhalten haben, freue ich mich, wenn Sie ihn an Freunde und Bekannte weiter schicken, ihn in Foren oder auch gern auf Ihre eigene Homepage stellen. Sie dürfen ihn auch ausdrucken, kopieren und verteilen. Desto mehr Menschen er erreicht, desto mehr Tieren kann hoffentlich geholfen werden.

Kaninchen und Meerschweinchen – das ewige Mißverständnis

Mittwoch, Dezember 30th, 2009

Vor Kurzem mußten wir leider der Tagespresse entnehmen, daß sogar ein Tierschutzverein ein Meerschweinchen nur zusammen mit einem Kaninchen vermitteln möchte. Gerade wir Tierschützer müßten es doch eigentlich alle besser wissen und den Tierhaltern mit gutem Beispiel vorangehen!

Kaninchen und Meerschweinchen sind zwei vollkommen unterschiedliche
Tierarten und haben keinerlei gemeinsame Kommunikationsmöglichkeiten.
Nicht nur, daß sich die Tiere nicht miteinander unterhalten können,
es kann auch zu u.U. tödlichen Mißverständnissen kommen!

Darum hier unsere ausdrückliche Empfehlung:

Selbst wenn ein Kaninchen und ein Meerschweinchen schon mehrere Jahre zusammen gehalten wurden, sollten Sie unbedingt getrennt werden und jedem Tier ein Partner seiner Art zugeführt werden. Keines der Tiere wird “trauern”! Beide werden vielmehr aufblühen, wenn sie endlich einen Gefährten haben, mit dem sie in ihrer Sprache kommunizieren können.

Sofern Sie jeweils mindestens zwei Kaninchen und zwei Meerschweinchen zusammen in einem großen Gehege halten möchten, dann müssen Sie unbedingt ausreichend Rückzugsmöglichkeiten für die Meerschweinchen schaffen. Am besten Etagen oder Häuschen mit so kleinen Zugängen, daß die Kaninchen den Meerschweinchen, wenn diese sich zurückziehen wollen, nicht folgen können.

Hier einige links zu diesem Thema:
http://www.diebrain.de/k-andere.html
http://www.meerschweinchenberatung.at/v_tipp12.html
http://kaninchen.nagetiere-online.de/meerschweinchen.php
http://www.kaninchenforum.com/site/content/view/24/29/

Christine Kroh

Sofern Sie Fragen haben, schicken Sie uns einfach eine mail oder
rufen Sie uns an:
Nager/Kleintier-Vermittlungsstelle,
37441 Steina / am Harz,
Tel.: 05523 / 7242
tierschutzwelt@t-online.de

Grüße aus dem Rheinland ….

Montag, Dezember 28th, 2009

Sag noch einer, die Tiere spüren nicht, wer ihnen gut ist. Sie besetzen ihren Besitzer.
karinpc240043_thWenn ihr Herrchen sich zum Mittagsschläfchen hinlegt, liegt Dana hinter ihm, Ernie vor ihm , Kartoffelkäferchen Sammy sitzt oben drauf.
karinpc250045_thLiebe Grüße und kommt alle gut ins neue hoffentlich für alle gute neue Jahr
Eure Karin

Wünsche zu den Weihnachtsfeiertagen

Dienstag, Dezember 22nd, 2009

weihn09Wir danken allen Tierfreunden, dass Sie zu jeder Jahreszeit zu unseren Tieren gestanden haben, egal in welcher Form: Mit guten Worten oder mit Sachspenden für unsere vielen kleinen hungrigen, aber liebenswerten Kleintiere. Viele von Ihnen wissen, dass ich aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten muss. Aber der Alltag lehrt mich immer wieder, nach vorn zu blicken und eine kleine Oase für armselige Geschöpfe zu ermöglichen.
Einige Mitmenschen sagten zu mir: „Was Sie da betreiben, ist ein Tropfen auf dem heißen Stein.“ Meine Antwort war: „Wenn Jeder täglich nur eine kleine gute Tat vollbringen würde, hätten wir mehr menschlichen Frieden untereinander und das Elend der Tiere würde sich verringern!“
Hoffnung und Wärme, dass strahlen viele Menschen die zu uns kommen, um Tieren ein neues Zuhause zu geben mit viel Auslauf, aus. Wir sind Dankbar, dass viele diesen Weg, der oft mit einer langen Anreise verbunden ist, zu uns gefunden haben.
Was gibt es schöneres: Tierfreunde um uns zu haben, die uns das erhebende Gefühl geben, dass Sie an uns glauben und uns Vertrauen schenken. Dafür danken wir Allen!

Einen lieben Weihnachtsgruß, gute Gedanken und Erlebnisse, Gemütlichkeit, duftende, selbstgebackene Plätzchen bei einer warmen Tasse Wintertee, Fröhlichkeit mit der Familie und Besinnlichkeit über die Feiertage und hinaus wünschen Ihnen ganz herzlich
Beatrix und Siegfried Weber
Nager/Kleintier-Vermittlungsstelle,
37441 Bad Sachsa – OT Steina / am Harz

Weihnachtliche Grüße aus Bad Lauterberg/a. Harz

Sonntag, Dezember 20th, 2009

Tierweihnacht

In dem Walde steht ein Baum,
lieblich ist er anzuschaun.
Möhren, Äpfel hängen dran
die gebracht der Weihnachtsmann.

Hat der Tiere Tisch gedeckt
sorgt sich, dass es Jedem schmeckt.
Futter soll für Alle sein,
schmatzend grunzt das wilde Schwein.

Freundlich lächelt Fuchs dem Häschen,
Mäuschen wackelt mit dem Näschen.
In der kargen Winterszeit,
solch ein Mahl die Tiere freut.

“Danke, lieber Weihnachtsmann”
stimmen sie ein Loblied an.
Auch Frau Eule, diese Waise,
krächzt ein “Danke” mit, ganz leise.

meerisvfamplicht_thLiebe Familie Weber,

Als meine neue Mama Karina mich damals bei Ihnen abgeholt hat, hatte ich ziemliche Anfangsschwierigkeiten mit meiner neuen Schwester Lilly.Mittlerweile sind wir aber unzertrennlich und wir fühlen uns hier schweinisch-wohl.

Gern wollten wir Ihnen vor den Festtagen noch einige Futterspenden zukommen lassen aber Karina liegt leider mir einer Lungenentzündung krank im Bett.Wir hoffen es geht Ihr bis Weihnachten wieder besser.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie sowie allen Schützlingen besinnliche Festtage und einen guten Rutsch ins Jahr 2010.

Viele liebe Grüße

Meerschweinchen Schoko u. Lilly, Hündin Sissi, Kater Lenny

und Karina Plicht

Weihnachtliche Grüße aus Lenglern

Sonntag, Dezember 20th, 2009

img_2826_thLiebe Frau Weber,

wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie, sowie den vielen vielen Tieren fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. kanlindaimg_2831_thAnbei sehen sie das neue zweigeschossige AppartmentHaus  für die Vier kuscheligen “Kaninchen”. Sowie einen Weihnachtsgruß von unserer Hündin Funny.

Viele liebe Grüße

Familie Heinicke

Vorweihnachtliche Grüße aus 37441 Bad Sachsa – OT Steina/ am Harz

Samstag, Dezember 19th, 2009

mollifridelafensterMolli und Fridolin sitzen am Fenster und beobachten mit Spannung die vielen kleinen Singvögel, die aufgeplustert im Geäst sitzen oder nach Sonnenblumenkernen suchen. Der Winter hat uns hier im Harz voll im Griff. Draußen zeigt die Temperatur – 15C° an.
Auch ich kann bei unseren Stalltieren nur in Etappen arbeiten, da ich nach wenigen Minuten meine Finger nicht mehr spüre. Eine dicke Strohschicht und die Stalltür nur kurz geöffnet, bei Futter- und Wassergabe, hält die bissige Kälte draußen.
Unsere Hündin Susi mag auch keine großen Runden laufen mit mir. Schon nach wenigen Metern zeigt sie mir, dass sie am Liebsten wieder nach Hause gehen möchte. Ich bin dick eingemummelt in meinen Sachen, mit Mütze auf dem Kopf und Strumpfhose unter der Jeans. Aber die Kälte frierte meine Nasenlöcher zu.
Susi und ich freuen uns bald wieder in die warme Stube zu kommen.
Inzwischen hatte mein Mann Siegfried das getrocknete Holz von der Terrasse geholt, um es neben den Kamin zu legen. fridolinkorbfridolinkorb01fridolinkorb02fridolinkorb03Fridolin war ganz entzückt von dem Holzkorb…..
Als das Feuer im Kamin brannte stellte ich einen zweiten Weidenkorb mit einem gewissen Abstand vor die Kaminscheibe. molliakaminDie herrliche Wärme lockte nicht nur Molli vor den Kamin. molliakamin01molliakamin02mollifridelakamin03fridolinakamin04fridolinakamin05fridolinakamin06fridolinakamin07Kurze Zeit später drängelte sich Fridolin in den Korb und Molli ging. susiakamin08Auch Susi liebt die Wärme. molliakamin09Es war ein drängeln und schieben, um diesen Korb, der viel Wärme, Ruhe und Zufriedenheit spendete. Nach ein paar Stunden hatte ich die Lösung. mollifridelyoshiakamin10Sehen Sie selbst!

Viele winterliche Grüße
Beatrix und Siegfried Weber

Kaninchen Paula und Pauline in der Nager-/Vermittlungsstelle in 37441 Bad Sachsa / am Harz

Donnerstag, Dezember 17th, 2009

Jeder von uns wird mal Alt. Der eine hat Glück eine umsorgte Familie um sich zu haben, die sich rührend um ihre alten Menschen kümmern. Einige ältere Bürger haben keine Angehörigen und müssen bzw. gehen freiwillig in ein Altenpflegeheim.
Leider gibt es einige Familienmitglieder, die meinen nur ihre Bedürfnisse zu verwirklichen zu können. Zeit, Geld und Zuwendungen für alte, oft kranke Menschen auf zu bringen, dafür sind sie nicht bereit. In ihren Augen ist es schrecklich, wenn Frau Mama oder der einst geliebte Opa in ein Pflegeheim muss oder verstirbt, wohin mit dem „Anhängsel“ 4-Beiner oder Vogel. Wie so oft hören wir die Worte:“ Für das Tier haben wir keine Zeit!“ „Ich gehe arbeiten.“ „Wir haben schon selbst ein Tier, der verträgt sich nicht mit unserem Tier…..“ Die Ausreden sind unendlich.

Obwohl die Tierheime und Tierschutzvereine überfüllt sind, wird nach rechts oder links „geschoben“, um den kleinen tiefst trauernden 4-Beiner aufzunehmen. Wie sich das Tier fühlt fragt niemand danach.

kanpaulakanpauline1So kam durch eine Pflegestation die beiden Kaninchen Paula und Pauline zu uns. Herrchen musste ganz plötzlich ins Krankenhaus, danach in die Kurzzeitpflege. Die beiden Kaninchen trauerten um ihren menschlichen Opi sehr. Nach über einem Monat haben sie sich an mich und den kastrierten Kaninchenbock Benni gewöhnt. kanbennigruppeSie sind mit Benni richtig glücklich. Alle 3 erhalten ihren täglichen Auslauf in unserem Vorraum im Stall.

kanbennigruppe02Paula und Pauline stehen nicht zur Vermittlung.

Ihr Besitzer hofft, dass er wieder nach Hause darf, um seine geliebten 4-Beiner um sich zu wissen. Eine tägliche Aufgabe für ältere Menschen ist immer gut. Denn dankbare Tieraugen sind für viele Menschen, wie ein warmes Licht am Horizont.

Beatrix Weber

Nager/Kleintiere-Vermittlungsstelle, 37441 Steina/a. Harz sagt DANKE bei:

Dienstag, Dezember 15th, 2009

susidankedsci0933_thDas Weihnachtsfest steht fast vor der Tür und unsere liebenswerten Tiere werden mit einem großen Überraschungspaket von Christian und Bianca aus Clausthal-Zellerfeld beglückt. Eigentlich müsstet Ihr bei uns mal Mäuschen sein. Siegfried und ich sitzen am Boden, Hündin Susi, unser kleiner Schatz und alle 3 Katzen sind aufgeregt um das Paket platziert. „Mama, öffne schnell mit der Schere, WIR SIND NEUGIERIG“ !fridolindankedsci0602_th Geheimnisvolle und freudige Blicke, die uns immer wieder zum schmunzeln und zum lachen veranlassen, wenn Susi zitternd vor Anspannung ihren kleinen Körper und die kleine Schwanzspitze bewegt fridolindankedsci0678_thoder alle 3 Katzen den leeren Karton durch das Wohnzimmer schieben, dabei umkippen und Purzelbäume im und auf dem Karton schlagen. Unsere Kaninchen werden bei besonderem Futter mobil. dankedsci1005_thDa werden die Hälse gestreckt und auch schnell mal geschaut bei seinem „Nachbarn“ ob, der/sie noch was übrig gelassen hat. Genauso futterneidisch sind die Meerschweinchen. Ich bestaune immer die kleinen Körper, wie viel Futter dort hinein passt.
Auch für unsere Nagetiere hat sich Bianca eine Extra-Überraschung ausgedacht. Sie backte Nagerplätzchen. „Oh es riecht gut, oh es riecht fein, dass werden wohl Biancas Tierplätzchen sein ….“ Diese himmlischen Wolken-Plätzchen erhalten alle Kaninchen am 24.12.
Auch wir, Siegfried und ich, sind nicht zu kurz gekommen. Biancas Schreibweise ist Herzensgut. Auch sie und Christian müssten vom Weihnachtsmann mit einem Goldregen überschüttet werden. Denn Beide haben ein riesen großes Herz für Mäuse, Rennmäuse und Hamster. In meinem ganzen Leben habe ich noch nie so durchdachte, selbstgebaute Terrarien von Christian , mit viel Auslauf für jede Tierart, gesehen.
Über die liebe Weihnachtsgabe haben sich alle, ob zwei oder 4-Beiner sehr, sehr gefreut. Vielen herzlichen Dank!

Viele liebe Grüße
Beatrix und Siegfried Weber

Musikalische Hamster …..

Donnerstag, Dezember 10th, 2009

Na wenn das nichts für euch ist:
http://www.youtube.com/watch?v=AxBJlxb3NAQ

auch die ganzen “making of” sind klasse:
http://www.youtube.com/watch?v=m9xTMWb3MBY

Grüße
Roland