Tierschutzwelt und Little-Animals

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Archive for Dezember, 2012

Silvester – Jahreswechsel – Die Knallerei stehen vor der Tür

Samstag, Dezember 29th, 2012

Hallo Alle,

Alle Jahre wieder…..
so neigt sich die Weihnachtszeit dem Ende zu und der Jahreswechsel steht bevor.
Der Jahreswechsel – der mit den Raketen und den Böllern die so zauberhafte unkontrollierte Lichteffekte an den Himmel zaubern und der Jahreswechsel – der mit der Knallerei das alte Jahr wegschubsen und das neue Jahr begrüßen soll.

Wir Menschen sind vielfach davon fasziniert und wollen wir es nicht sehen und/oder hören, dann schließen wir die Fenster und stecken uns Ohropax in die Ohren.
Aber unsere Haustiere und die Wildtiere draußen, die verstehen dieses Treiben schier gar nicht und vielfach werden die Tiere durch den unbekannten Lärm und die unbekannten Lichteffekte in Angst und Panik versetzt. Ob es der Hund, der Hamster, das Pferd, das Schwein ist, alle haben sie mehr oder minder Angst und können diese Effekte nicht zuordnen.
Wie wir Menschen auch, so flüchten auch die Tiere bei Gefahr! und da die Knallerei und Lichteffekte erst nach Stunden beendet sind und dieser unbekannte extrem nachhaltig wirkende Schwefel- und Feuergeruch in der Luft ist, flüchten sie immer weiter und weiter und weiter. Egal wo die Tiere gerade sind, sie können diesem Lärm und den Lichteffekten nicht entgehen – so können die Tiere es nicht sehen , sondern sie fühlen sich einfach von diesen Dingen verfolgt und flüchten immer weiter und immer schneller und unkontrollierter!!!!!
Wer jemals aus Angst geflüchtet ist weiß aus eigener Erfahrung, dass die Flucht in ein unkontrolliertes Handeln ausartet und nur noch Abstand zu dem angsteinflößenden Objekt geschafft werden soll. So agieren auch unsere Tiere.

Deswegen bitte, bitte

deckt Eure Kleintiere usw. in einem ruhigen Raum ab, sodass sie ein bisschen gegen den Lärm und das unkontrollierte Licht geschützt sind und lasst ihnen trotz alledem eine helle Lampe an, sodass zwar der Nachtschlaf leider gestört ist, die Lichteffekte jedoch nicht so gravierend sind falls Ihr keine Rolladen habt… Und noch etwas, wer glaubt, dass Dunkelheit prinzipiell Sicherheit gibt, irrt ganz gewaltig – nur hemmt die Dunkelheit die Fluchtinstinkte, da man eben nichts sehen kann und spätestens nach dem dritten gescheiterten Versuch (vor die Wand rennen) ruhig hocken bleibt. Der Herzschlag ist aber dennoch wesentlich höher als unter normalen Bedingungen und der Adrenalin-/Cortisolspiegel steigen trotz alledem gewaltig an.
Freigängerkatzen sollten am besten bereits am 30.12. das Haus nicht mehr verlassen, denn nichts ist gefährlicher für sie, als wenn sie unkontrolliert vor Böllern und Lichtraketen auf der Flucht über die Straße rennen, oder aber von Böllern oder Raketen getroffen werden wenn diese wieder auf die Erde fallen und außerdem, das nächste Auto kommt garantiert…….!!!
Ist der Stubentiger/Freigänger im Haus, sollte er für die Silvesternacht in seiner “Katzenhöhle” Zuflucht finden können.
Denkt daran, zu gern lässt man die Türen offen also verschließt die Türen sicher wo der Stubentiger sich aufhält, denn es gibt auch Tiere, die in ihrer Angst und Panik das ihnen bekannte und vertraute Haus fluchtartig verlassen….!!! macht Ihr eine Fete oder Ähnliches, schließt den Raum ab und zieht vor allem den Schlüssel ab, denn kein Gast muss diesen Raum wo der Stubentiger sich aufhält betreten können. So seit Ihr sicher, dass die Katze auch am 01.01. und am 02. 01. noch zuhause ist. Lasst sie sicherheitshalber erst am 03.01. wieder aus dem Haus.
und nun natürlich noch mein Lieblingsthema: Hunde:
Die Hunde sollten ab dem 30.12. – denn es gibt ja immer welche die früher dran sind als alle anderen – nur noch an der Leine außerhalb des Hauses geführt werden. Selbst ein schussfester Hund kann durch die Böller u.Ä. in Angst und Schrecken versetzt werden und flüchten und innerhalb der Flucht die Orientierung verlieren….
Die sowieso schon unsicheren Hunde sollten mit Halsband und Geschirr gesichert werden; also doppelte Sicherung, damit nicht durch die Fluchtgedanken des Hundes ein Herauswinden aus dem Halsband oder Geschirr möglich ist. Auch die Könner unter Euch: Ihr seit einfach zu langsam, der Hund ist in jedem Fall schneller und wir alle kennen die verzweifelten Anrufe der Hundehalter: Mein Hund ist am 30.12. durch einen Böller geflüchtet und ich weiß nicht, wo er ist und, wie uns die Erfahrung lehrte, die wenigsten entlaufenen Hunde tauchen wieder auf! Also sorgt vor, damit dies nicht passiert und Euer Hund mit Euch am 03.01. den Spaziergang noch genießen kann.

Außerdem ist der Hund an der Leine ebenfalls davor sicher, dass er unkontrolliert irgendwelche Reste der Raketen oder Böller aufnehmen kann.
Wann der letzte Spaziergang mit dem Hund erfolgen soll muss individuell entschieden werden, am besten sollte er jedoch vor 22.00 Uhr erfolgt sein.
Bei uns langjährig bekannten Hunden wissen wir natürlich wie sie sich Silvester verhalten und was sie zum Verstecken bevorzugen.
Bei den Hunden, die das Silvester zum ersten Mal mit uns erleben sollten schützende “Höhlen” zur Verfügung stehen. Sollten Sie eine Silvesterfete machen, gleiches Vorgehen wie bei den Stubentigern: Hund sicher einschließen, dass auch keiner irrtümlich die Tür öffnen könnte und der Hund dadurch flüchten könnte oder aber Hund durch Angst irgendwie auf die Klinke springt, die Tür sich öffnet und der Weg nach draußen frei steht.

Also alle Türen hinter denen sich Tiere aufhalten abschließen und den Schlüssel sicher aufbewahren!!!!

Es wird immer wieder gepredigt, die Angst der Tiere solle nicht beachtet werden, da sie diese Beachtung als Verstärkung ansehen würden. Dies ist m.E. so pauschal gesagt verkehrt. Es kommt immer darauf an, wie ich es etwas mache. Wenn ich ein Bedauern in der Stimme habe, so wird es die Angst verstärken. Motiviere ich aber zum Lieblingsspiel, so wird es auf kurz oder lang den Hund ablenken. Man kann vorher interessante Pakete mit superguten kleinen, minikleinen Leckerchen für den Hund packen, die er dann auspacken kann und das Auspacken sollte sich für den Hund schwierig, aber von Anfang an lohnbringend – also Leckerchen findend – gestalten. Wenn Sie dann das Auspacken mit dem Hund gemeinsam machen, so ist es eine gute Übung um die Angst zu bewältigen, sie beschäftigen sich mit ihm, zeigen zeitgleich, dass Angst unbegründet ist und strahlen Sicherheit aus und der Hund vergisst je nach Angstgrad die Angst. Auf jeden Fall sollte der Hund, egal was immer auch passiert, im Haus bleiben und hat nichts im Garten oder gar auf der Straße zu suchen.

Nun wünschen wir Euch einen schönen Jahreswechsel und alles Gute für das Jahr 2013.

Das www.find-mich-fix.de Team
Maria Bader, Susanne Budasz, Birgit Fischer, Silvia Lorenz; Cordula Redecke; Silke Wingen

++++++++++++
- Eine Genehmigung zur Veröffentlichung des Berichtes von Frau Bader liegt uns vor.

Schnee und Eis: So helfen Tierhalter Hunden und Katzen durch den Winter

Samstag, Dezember 29th, 2012

Kleintierexpertin Charlotte Köhler von PETA Deutschland e.V. gibt Tipps …

Den ausführlichen Bericht lesen Sie unter: scharf-links

Feuerwerk an Silvester – uns zuliebe bitte nicht!

Freitag, Dezember 28th, 2012

LG Maria Bader

www.find-mich-fix.de

www.hundelebendfalle.de

www.m-arki.de

Nager-Vermittlungsstelle in 37441 Steina / am Harz sagt Danke:

Mittwoch, Dezember 26th, 2012

Mit großer Dankbarkeit erhielten wir von vielen Tierfreunden/-innen ganz liebevolle Weihnachtszeilen, ob per Mail, per Brief/Karte, einige sendeten Fotos von ihren Tieren mit oder per Päckchen. Es ist immer wieder eine große Freude, dass so viele warmherzige Menschen an unsere Tiere und uns denken.

Unsere große Verbundenheit gilt allen Menschen, die mit so viel Herz und Güte an unsere Tiere und uns gedacht haben!

Das strahlen in unseren Gesichtern ist Ihnen/Euch sehr gelungen. Vielen  herzlichen Dank für Ihre/Eure großzügigen Unterstützungen!

Mit lieben Grüßen
Beatrix und Siegfried Weber

Gesegnete Weihnachtsfeiertage wünscht die Nager/Kleintiervermittlungsstelle in 37441 Bad Sachsa – OT Steina / am Harz

Sonntag, Dezember 23rd, 2012

Ein Wunsch
Verfasser unbekannt

Ich wünsche mir in diesem Jahr
mal Weihnacht, wie sie früher war.
Kein Rennen zur Bescherung hin.
Kein Schenken ohne Sinn.

Ich wünsch’ mir keine teure Sache,
aus der ich mir doch gar nichts mache.
Ich möchte nur ein winzigkleines Stück
vom verlor’nen Weihnachtszauber zurück.

Dazu frostklirrend eine Heil’ge Nacht,
die frischer Schnee winterlich gemacht.
Und leuchtender als sonst die Sterne:
So hätt’ ich’s zur Bescherung gerne.

Wohl auch das Läuten ungezählter Glocken,
die Mitternachts zur Mette locken.
Voll Freude angefüllt die Herzen,
Kinderglück im Schein der Kerzen.

Könnt’ diese Nacht geweiht doch sein!
Nicht überladen mit Wohlstand – eher klein!
Dann hörte man wohl unter allem Klingen
vielleicht mal wieder Engel singen.

Ach, ich wünsche mir in diesem Jahr
Weihnacht, wie sie als Kind mir war.
Es war einmal, so lang ist’s gar nicht her,
für uns so wenig so viel mehr…

Liebe Tierfreunde/-innen!

In jedem Jahr freuen wir uns auf Weihnachten. Es ist ein Fest der Familie. Auch wenn Siegfried und ich allein sind, liegt es an unserer Einstellung, denn wir sind nicht einsam.

Wir haben uns und unsere Tiere. Und das allerschönste ist, dass wir wertvolle Freunde um uns wissen. Vor kurzem las ich ein Zitat von George Bernard Shaw (* 26. Juli 1856 in Dublin, Irland; † 2. November 1950 in Ayot Saint Lawrence, England): Freunde sind Gottes Entschuldigung für Verwandte. Über diese Aussage schmunzelte ich den ganzen Tag.

Auch in diesem Jahr erlebten wir von Tierfreunden/-innen eine liebevolle Futterunterstützungen und selbstgebaute Holzhäuschen für unsere Meerschweinchen. Uta und Hannes bastelten Tier-Kalender. Geschickt sägten sie aus Holz sitzende Kaninchen- und Meerschweinchenfiguren. Mit einer ruhigen malerischen Hand erhielt jede Figur einen künstlerischen Anstrich.
Conni strickte mir zwei lange Schals für die Wintermonate.

Das große Mitgefühl und Vertrauen, welches Sie/Ihr unseren Tieren und uns entgegen gebracht haben/habt, dafür möchten wir uns recht herzlich bedanken!

Wir wünschen  ALLEN Tierfreunden/-innen frohe Festtage, Zeit zur Entspannung, Zeit zur Besinnung auf die wirklich wichtigen Dinge und viele Lichtblicke im kommenden Jahr.

 

Mit herzlichen Grüßen

Beatrix und Siegfried Weber

Wir nehmen Abschied von Kaninchen Knut

Samstag, Dezember 15th, 2012

Kaninchen Knut wurde vor einigen Monaten mit Artgenossen bei uns abgegeben.
http://www.tierschutzwelt.de/?p=23253
Alle unkastrierten Böckchen wurden kastriert. Er lebte mit Bärli und den beiden jungen Kaninchenkindern Anne-Marie und Oscar friedlich zusammen. Knut war gegenüber uns Menschen immer scheu. Dies akzeptierte ich, denn unwohl soll sich kein Tier bei uns fühlen. Vor zwei Tagen beobachtete ich, während meiner morgendlichen Fütterung, dass Knut schwankend und eine verdächtige Kopfschiefhaltung bzw. Verdrehung des Kopfes auf den Rücken hat. Wir stellten ihn sofort unseren TA vor. Der eine E.C.-Erkrankung (Enzephalitozoon Cuniculi) diagnostizierte. Er erhielt sofort die benötigten Medikamente.
Am nächsten Tag ging es Knut noch schlechter. Sein Kopf, verdreht wie eine Eule auf dem Rücken, Verweigerung des Futters, sein Blick star und unkontrolliert und sein ganzer Körper lag platt wie eine Briefmarke am Boden. Er spürte, dass ich zur Tür hereingekommen war. Wie immer wollte er sich unter seiner Holzkiste verstecken, aber sein Körper und die Beine wackelten und zappelten in die Höhe, sodass die anderen Artgenossen unruhig nach ihm schauten. Bei diesem Anblick nahm ich ihn sofort aus der Gruppe und legte ihn vorsichtig in die Transportbox. Per Handy informierte ich unseren TA. Er erlöste ihn von seinem Leid.

Knut lebte bei uns ¼ Jahr.
Er verstarb am 14.12.2012 .
Wir schätzten ihn auf 2 Jahre.
Sein genaues Alter war uns nicht bekannt.

Im Himmel lebst Du ohne Schmerzen und Leid in Freiheit weiter. Dort kannst Du mit vielen Artgenossen fröhlich herum springen! Eine gute Reise dorthin!

Mit stillem Gruß
Beatrix und Siegfried Weber
Nager/Kleintier-Vermittlungsstelle,
37441 Bad Sachsa – OT Steina / am Harz

Wie konntest du nur!?

Freitag, Dezember 14th, 2012

Wie konntest du nur!?

von Jim Willis

Als ich noch ein Kätzchen war, unterhielt ich dich mit meinem
Herumtollen und brachte dich zum Lachen.

Du nanntest mich “dein Baby” und obwohl ich einiges an Nippes
“killte”, wurde ich deine beste Freundin.

Wann immer ich etwas “anstellte”, hobst du mahnend den Zeigefinger und sagtest: “Wie konntest du nur!?”

Aber schon warst du wieder so zärtlich und hast mich eng an dich
gedrückt. Als du im Studium so viel lernen musstest, hattest du
natürlich wenig Zeit für mich. Aber ich verstand das immer, und
spielte mit meinen Bällchen.

Ich erinnere mich an all die Nächte, in denen ich mich in deinem Bett ganz eng an dich schmiegte, und das Leben vollkommen schien. Du tolltest dann auch wieder mit mir herum, und wir genossen die Sonne gemeinsam auf dem Balkon.

Von deinem Frühstück gab es für mich immer was vom Schinken, “aber
nicht zuviel, das ist für Katzen ungesund!” Und ich schlief solange, bis du von der Arbeit nach Hause kamst.

Nach und nach verbrachtest du immer mehr Zeit auf der Arbeit als mit mir, um “Karriere” zu machen.

Dann warst du so viel weg, um einen Menschenpartner kennen zu lernen.
Ich wartete immer geduldig auf dich, tröstete dich bei jedem
Liebeskummer, tapste mit meinen Pfoten deine Tränen vom Gesicht und
freute mich, als du endlich “deinen” Partner fandest. Zwar keinen
Katzenfreund, aber ich respektierte deine Wahl.

Ich war glücklich, weil du glücklich warst! Dann kamen nacheinander
deine Kinder zur Welt. Ich teilte die Aufregung mit dir. Ich war von den süßen Kindchen so fasziniert, dass ich sie mit bemuttern wollte.
Aber du und dein Partner dachten nur daran, dass ich den Kindern
schaden, sie gar verletzen könne. Deshalb wurde ich auch noch aus dem großen schönen Raum ausgesperrt. In dein Bett durfte ich schon lange nicht mehr.

Ich liebte die Kinder, und wurde “Gefangene der Liebe”. Sie fingen an zu wachsen, und ich wurde ihre Freundin. Sie zerrten an meinen Ohren, meinem Fell, meinem Schwanz, hielten sich auf wackligen Beinchen beim Laufenlernen an mir fest. Sie erforschten meine empfindliche Nase mit unbeholfenen Fingerchen, und ich hielt bei all dem geduldig still.
Ich liebte alles an den Kindern, besonders ihre Berührungen, weil
deine so selten wurden. Ich war bereit, die Kinder notfalls mit meinem Leben zu verteidigen. Ich war bereit, in ihre Bettchen zu schlüpfen, um ihre Sorgen und Träume anzuhören. Und zusammen mit ihnen erwartungsvoll auf das Motorengeräusch deines Autos zu hören, wenn du in unsere Auffahrt einbogst.

Vor langer Zeit, als man dich fragte, ob du ein Haustier hättest,
zogst du aus deiner Tasche ein Foto von mir und erzähltest so
liebevoll von mir. Die letzten Jahre gabst du nur noch ein knappes
“Ja” zur Antwort und wechseltest dann das Thema.

Ich war früher “deine Samtpfote” und bin heute “nur eine Katze”.

Dann hattet ihr eine neue Karrieregelegenheit in einer anderen Stadt.
Du und deine Familie zogen in eine Wohnung, in der Haustiere nicht
erlaubt waren. Ein Mann hat euch das extra noch gesagt, und ihr habt ohne zu Zögern unterschrieben. Beide. Du hattest für dich und deine Familie eine Entscheidung zu finden, die richtig war. Obwohl einmal ich deine Familie war.

Die Autofahrt machte Spaß, weil auch die Kinder mitfuhren. Als ich
merkte, wo wir angekommen waren, war der Spaß zu Ende. Es roch nach
Hunden und nach meinen Artgenossen, nach Angst, Desinfektionsmitteln und Hoffnungslosigkeit. Du fülltest Papiere aus und sagtest, das du wissen würdest, dass man ein gutes Heim für mich finden würde.

Die beiden Damen hinter dem Schreibtisch zuckten mit den Achseln und betrachteten dich merkwürdig. Sie verstanden die Wirklichkeit, der eine über 15jährige Katze gegenüberstand.

Du hast die Finger deiner jüngsten Tochter aus meinem Fell lösen
müssen, während sie weinte und schrie “Nein, nein nehmt mir meine
liebe Katze nicht weg!” Ich wunderte mich noch, wie du ihr
ausgerechnet in diesem Moment etwas von Freundschaft, Verantwortung
und Loyalität vermitteln wolltest. Zum Abschied tipptest du leicht auf meinen Kopf, vermiedest dabei tunlichst, mir in die Augen zu sehen, und lehntest es höflich ab, meine offen daneben stehende Transportbox wieder mitzunehmen. Du hattest einen wichtigen Termin einzuhalten, nun habe ich auch einen.

Kurz nachdem du weg warst, sagte eine der netten Damen, du hättest mit Sicherheit schon Monate vorher vom Umzug gewusst, und somit wäre Zeit gewesen, einen “guten Platz” für mich zu finden. Sie schüttelten bedrückt den Kopf und fragten leise: “Wie konntest du nur?”

Die Damen widmeten sich uns, wann immer es ihre Zeit zuließ. Wir
bekamen gute und reichliche Mahlzeiten, aber ich verlor meinen Appetit schon vor vielen Tagen. Anfangs hoffte ich unentwegt, dass du zurück kämest, und mich hier rausholen würdest. Dass alles nur ein böser Traum gewesen wäre und ich aufwachen würde . . . bei dir zu Hause.

Aber du kamst nie. Und dann, wann immer jemand an “meinem”
Vermittlungszimmer vorbei ging, presste ich bittend meine Pfoten durch jeden möglichen Spalt. Gab es denn niemanden, der mich mochte?
Niemanden, dem ich all meine Liebe, Dankbarkeit und zärtliche Treue
schenken durfte?

Die Wahrheit war, dass ich es nicht mit den süßen, kleinen,
knuddeligen Katzenkindern aufnehmen konnte. Unbeachtet, von allen
übersehen und vergessen, zog ich mich in eine Ecke zurück, stand nicht mehr auf.

Eines Tages, am Nachmittag, hörte ich Schritte. Man hob mich auf, trug mich über einen langen Korridor, der in einen Raum mündete. Es war ein seliger, ruhiger Raum. Die Frau legte mich auf den Tisch, streichelte behutsam über meinen Kopf und erklärte mir, dass ich mich nicht sorgen solle.

Mein Herz schlug voller Erwartung auf das, was nun kommen sollte.
Gleichzeitig hatte ich ein Gefühl des Loslösens.

Mir, der Gefangenen der Liebe, gingen die Tage aus. Ich war mehr um
die nette Frau besorgt als um mich selbst. Ich erkannte, dass sie an einer Last tragen müsse, die Tonnen wog. Sie band leicht etwas um meine Vorderpfote, während eine Träne ihre Wange hinunter kullerte.
Ich schob meinen Kopf in ihre Hand, so wie ich es immer bei dir getan hatte, um dir meine Liebe zu zeigen. Ich spürte einen leichten Einstich und eine kühle Flüssigkeit, die in mich hinein floss. Ich streckte mich schläfrig aus, schaute dabei in die freundlichen Augen der Frau und murmelte:” Wie konntest du nur!?”

Möglicherweise verstand sie mein leises Miauen, denn sie sagte: “Es
tut mir leid!” Sie umarmte mich hastig und erklärte, dass es ihr Job sei, mir einen besseren Platz zu verschaffen, wo ich nicht
missbraucht, ignoriert und verlassen sein würde. Einen Platz, an dem ich mich nicht verkriechen müsse, einen Platz der Liebe und des
Lichts, der so anders sei als auf Erden. Mit meinem letzten Funken
Energie öffnete ich weit meine Augen und sah sie unverwandt an,
versuchte ihr so zu sagen, dass mein “wie konntest du nur” nicht an
sie gerichtet war.

Ich dachte an dich, du mein geliebter Mensch. Ich werde immer an dich denken und auf dich warten. Mein letzter Atemzug ist mein Wunsch, dass dir in deinem Leben immer diese Loyalität widerfährt…

Einige Worte des Autors:

Wenn “Wie konntest du” Tränen in Ihre Augen trieb, dann erging es
Ihnen genauso wie mir, als ich dies schrieb. Jedermann ist es erlaubt, diese Geschichte weiterzugeben, solange es einem nicht kommerziellen Zweck dient. Erklären Sie der Öffentlichkeit, dass die Entscheidung, ein Haustier aufzunehmen, in eine Familie zu integrieren, eine wichtige für das Leben ist, dass Tiere unsere Liebe und unseren Respekt verdienen.
Jim Willis

http://eaec-de.org/Wie_konntest_du_nur.html

Der Gerechte kümmert sich um das Leben seines Viehs, aber das Herz der
Gesetzlosen ist grausam.
(Sprüche 12:10)


Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen,daß das was wir Wirklichkeit getauft haben, eine
noch größere ILLUSION ist als die Welt des Traumes.
(Salvador Dali)

Und schimpfe auf die Welt, mein Sohn,nicht gar zu laut.
Eh du geboren, hast du schon mit dran gebaut.
(Wilhelm Busch)

Patenschaften für die Wanderziegenherde

Mittwoch, Dezember 12th, 2012

Liebe Freunde der Wanderziegenherde ,

ich habe nun meine Seite etwas aufgeräumt und verändert ,die ersten Ziegenbilder für potentielle Paten sind eingestellt.
Vielleicht haben Sie Zeit und Lust vorbeizuschauen , was sich so getan hat. Viele von Ihnen haben uns in der Situation
des Abstieges überaus freundlich und rat-wie tatkräftig unterstützt . Ohne Sie wären wir nicht mehr da , das ist ziemlich sicher !
Ganz herzlichen Dank dafür, auch im Namen der Ziegen.
Ich muß sagen, dass mir bei meiner Suche nach finanzkräftigeren Betrieben zwecks Übernahme der Herde immer bewußter wurde,
was für eine Gemeinschaft wir tatsächlich sind. Und dass die Ziegen mit einem Wechsel nicht einverstanden wären.Genauso wenig wie ich.
Deshalb versuche ich , den Betrieb mit Krediten aufrecht zu erhalten ,bis hoffentlich genügend Patenschaften und Spenden für einen großen Teil der
Existenzsicherung zur Verfügung stehen. Es hat alles eine kleine Ewigkeit gedauert, aber nun bin ich guten Mutes .
Bitte geben Sie diese Info auch an Interessierte weiter . Über eine Resonanz würde ich mich sehr freuen ,
bis dann vielleicht,

mit herzlichen Grüßen aus der Rhön,

Elisabeth Sandach
www.ziegenlady.de

Wir nehmen Abschied von Meerschweinchenkind Pünktchen

Mittwoch, Dezember 12th, 2012

Für viele Menschen ist der 12.12. ein fröhlicher Tag. Leider fing der Tag bei uns mit einem Todesfall an. Meerschweinchen Pünktchen, der Kleinste aus dem Wurf, fand ich tot in seinem Holzhäuschen. Gestern saß er voller Lebenslust mitten in der Futterschüssel. Seine Brüder wachsen nur langsam heran. Pünktchen blieb in seiner Mausegröße winzig. Er kämpfte jeden Tag, um sein Leben.

Auch wenn er nur 3 Wochen gelebt hat, hatte er viele Zuwendungen. Er freute sich immer auf die Möhre oder den Fenchel. Im Heu lag er kuschelnd mit Frau Mama und seinen Brüdern.

Pünktchen wurde am 20.11.2012 geboren.
Er verstarb am 12.12.2012  .

Wir wünschen Dir eine gute Reise in den Himmel! Dort warten viele Artgenossen auf Dich.

Mit stillem Gruß
Beatrix und Siegfried Weber
Nager/Kleintier-Vermittlungsstelle,
37441 Bad Sachsa – OT Steina / am Harz

Hunde sind für Obdachlose Freunde-Ersatz

Dienstag, Dezember 4th, 2012

In Decken eingekuschelt sitzt ein Hund auf dem Gehweg. Das Tier gehört zu einem Obdachlosen. …

Den ausführlichen Bericht lesen Sie unter:  ntz