Tierschutzwelt und Little-Animals

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Archive for the 'Tiergeschichten u.v.m.' Category

Tierische Grüße von Bianca und Christian

Mittwoch, Mai 12th, 2010

Hamsterchen Otto (ehemals als Futtertier gedacht, wurde in letzter Sekunde gerettet …) wurde von Bianca und Christian um getauft.
Bianca schrieb: Nun ist er aber unser Kenny :-) Der Kleinemann ist wirklich sehr schreckhaft. Er brauch viel Zeit und Geduld…die bekommt er auch :) Da wo er vor Euch war muss es ihm echt schlecht ergangen sein :( Ich hat noch eine neue grosse Hütte in seinen Käfig bekommen da hat er sich voll erschrocken und hat sich nicht in die Nähe getraut. teddyhamster-kenny_thGestern Abend haben wir sein Käfig auf den Boden gestellt und haben das Oberteil abgenommen. Wir wollten ihn nicht stressen und so konnte er selbst entscheiden ob er aus den Käfig klettert um sein neues zu Hause zu erkunden oder ob er lieber im Nest bleiben will. Er blieb natürlich zuerst im Nest und hat nur mal den Kopf rausgestreckt und dann war er wieder verschwunden. Das war ihm nicht geheuer ;) Nach einer halben Stunde hat er sich aus seiner Hütte getraut hat neugierig geschaut aber hat sich nicht getraut eine Pfote ins Mäusezimmer zu setzen. Wir haben es dann später nochmal versucht und da hat es dann geklappt. Und weg war er ;) Erst tiefste Gangart, ganz vorsichtig hier und da geschnuppert…….und nach 5 Minuten war er eine Hamsterrakete. Nach einer halben Stunde konnten wir ihn stressfrei und problemlos wieder in den Käfig setzen und ab da an war er total munter. Heute morgen 6 hat der kleine Kenny oben auf der Etage gesessen und gewartet das doch endlich mal eine Tür aufgeht. Aber er ist erst heute Abend wieder an der Reiche. Er braucht noch viel Zeit um ganz anzukommen. Aber das wird schon. Fridolin war auch erst ein ganz ganz schüchterner Kerl.

Kenny habe ich gestern nur einmal geknipst ….weil er sich auch vor dem Blitz erschrocken hat ….das ich ihn da nicht weiter nerven wollte. Wenn er sich richtig eingelebt hat und er sich wohl fühlt wird das Fotografieren wohl auch kein Problem mehr sein. Dann schicke ich Euch nochmal einen Fotobericht :D Zini sitzt grad neben mir und lässt grüßen per Foto :) guten-morgen-gruss-zini-1_thzini-umzug-in-stube-1_thGestern ging es ihr nicht so gut. Wir haben uns voll Sorgen gemacht. Sie hatte so eine Art Anfall. Einige Zeit später war sie wieder normal. Ansonsten ist sie manchmal ein bisschen verwirrt und kann ihren Urin nicht mehr so halten. Es läuft einfach… auch wenn man sie in die Hand nimmt. Aber ist nicht schlimm ….sie ist halt nicht mehr die Jüngste. Fridolin lässt Euch auch lieb Grüssen per Foto ;) guten-morgen-gruss-fridolin-1_th1Bei ihm merkt man auch das er alt ist. Wir glauben er sieht nicht mehr viel. Wenn wir mit ihm reden schaut er immer in die falsche Richtung und ab und zu kracht er gegen die Sachen die im Mäusezimmer stehen. Ich darf nicht mehr so oft die Sachen umstellen. Aber seine Augen sehen gar nicht getrübt aus wie es bei Finchen zum Beispiel war…ihr eines Auge war zum Schluss ja richtig grau das ist bei Fridolin nicht. Ansonsten ist er fit wie ein Turnschuh ;)

Macht es erstmal gut und lasst es Euch gut gehen. Viele liebe Grüsse aus der Ferne ….

Zeugen gesucht in Deutschland! – Gefangen im eigenen Fell

Donnerstag, Mai 6th, 2010

Kontakt: 07261 / 63324 (ab 10 Uhr)
oder 0157 726 72 280

Mail: kontakt@tierheim-sinsheim.de

Bitte großzügig weiter leiten

Am Mittwoch den 28.4. wurde in Zuzenhausen im Allmendweg ein verwahrloster, kranker Hund aufgefunden. Ansässige hörten um ca. 6 Uhr ein lautes Gejaule und fanden anschließend diesen Hund auf der Straße liegend. Da er nicht in der Lage war zu laufen, wird vermutet, dass der Hund aus dem Auto geworfen wurde.
Der Rüde hatte eine große, ältere Wunde am Oberschenkel und sein Schwanz war gebrochen. Das Fell war so verfilzt und verkotet, die Krallen so lang, dass der arme Hund nicht mehr aufstehen konnte.
Als der Hund dann in Narkose geschoren wurde kamen hunderte von Maden aus seiner alten Wunde zum Vorschein. Die ganze Haut war entzündet und der Schwanz bereits nekrotisch. Der arme Rüde musste furchtbare Schmerzen über Wochen erdulden. Wir vermuten, dass er ein Puli (ungarischer Hütehund) war. Leider konnten wir ihm nicht mehr helfen, die Wunden waren zu groß und er konnte auch nicht mehr laufen, als er geschoren und die Krallen geschnitten waren. Außerdem hatte er verständlicherweise jegliches Vertrauen in Menschen verloren und ließ sich nicht anfassen. Wir durften ihn nicht länger leiden lassen und mussten ihn erlösen, was auch zum Tierschutz gehört. Bitte helfen sie uns, den Menschen, der diesem armen Geschöpf dies angetan hat, zu finden.
Wer hat beobachtet wie am Mittwochmorgen der Hund in Zuzenhausen im Allmendweg ausgesetzt wurde? – Wer weiß wer so einen Hund hatte? Vielleicht hatte jemand mal so einen Hund, der dann auf einmal nicht mehr zu sehen war. Das Alter des Hundes wird auf ca. 8-10 Jahre geschätzt.

Hier Fotos von Joshi: http://www.tierheim-sinsheim.de/html/sub1/Bilder%20von%20Joshi.ht

Auf Wunsch werden alle Hinweise vertraulich behandelt. Bitte rufen sie uns an unter der Nummer 07261/63324 (ab 10 Uhr) oder 0157 726 72280 oder schreiben Sie uns eine
Mail: kontakt@tierheim-sinsheim.de

Ein Garten Eden für Kleintiere

Sonntag, Mai 2nd, 2010

Otto, der kleine gerettete Hamstermann (Futtertier) ist gestern in sein neues Zuhause bei ganz lieben Freunden von uns, umgezogen.

Bianca schrieb: “Der kleine Mann hatte bei der langen Autofahrt wohl trotzdem Angst. Er ist aus seiner Hütte nicht rausgekommen. Vorhin war er ganz kurz draussen und seit dem schläft er. Ich habe mal das Mäusezimmer geknipst, den Neuankömmling lassen wir erstmal in Ruhe. Er soll sich in Ruhe eingewöhnen. Aber nicht erschrecken beim Foto ansehen…..sieht aus wie im Zoo. Total voller Käfige obwohl es nur 13 Tiere sind (jetzt 5 Hamster, 3 Farbmäuse und 5 Rennmäuse ;)

mauszimmer-001_thZini….. sie hat ja den riesen Käfig….. kommt morgen in die Stube, dann kann ich mich besser im Mäusezimmer bewegen.

mauszimmer-002_thUm 19 Uhr waren wir zu Hause. Unser Hamster Felix aus dem Tierheim hatte sich so an seine Freiheit gewöhnt das er gar nicht mehr in den Käfig wollte. So lange war er noch nicht alleine draussen. Er war ja fast vier Stunden am Auslauf geniesen ;) weil wir so lange unterwegs waren. Jetzt bringe ich Zini noch ins Bett und Fridolin kann bis morgen früh um 5 im Mäusezimmer machen was er will. So machen wir das ja immer. Er ist immer am längsten draussen. Fridolin findet das toll und ist seit dem wir das so machen nicht mehr abgehauen:-). Und es kann ihm ja nix passieren ist alles abgesichert, er hat Tränkie Futter Nest da im Zimmer stehen und so kommen alle Tiere wenigsten 2 Stunden am Tag raus.”

mauszimmer-004_thSolch eine Kleintierhaltung wünschte ich mir für alle Hamster, Mäuse und Wüstenrennmäuse! Hier dürfen sich die Tiere richtig Wohl fühlen. Jedes einzelne Tier wird geliebt und liebevoll betreut.

Ein Ort der Freude und Glückseligkeit für die Nagetiere!

Danke, liebe Bianca und lieber Christian, dass Ihr Otto aufgenommen habt!

Viele liebe Grüße
Beatrix und Siegfried

Der Rohstoff „Holz“ – Die Macht der Mächte …..

Sonntag, April 25th, 2010

Die Menschen sagen immer, die Zeiten werden schlimmer. Die Zeiten bleiben immer, die Menschen werden schlimmer!!!
Wir schreiben viele Petitionen über den Regenwald. „Rettet den Wald und die darin befindende Tierwelt!“ Für die Erde ist dies sehr wichtig, eine hautnahe Flora und Fauna zu erhalten.
Aber vor unserer Tür, nämlich im Harz, geht die Zerstörung der Wälder stillschweigend weiter. holzharzholzharz01Hier werden, wie im Regenwald, ca. 50 – 100 –jährige bzw. ältere Buchen- und Fichtenbäume gnadenlos abgeholzt. Die Jägerstände wachsen wie Giftpilze vor den Lichtungen empor. holzharz04holzharz03Hier fühlen sich unsere heimischen Waldtiere nicht mehr wohl. Rehe (Rotwild), Füchse, Wildschweine, Greif- und Singvögel, sowie Waldameisen die das Dickicht des Waldes lieben, werden bewusst durch das Abholzen verdrängt.
Der Holzhandel „blüht“ in alle Welt!
holzharz02holzharz021Wird unser Enkelkind, eines Tages, diese Tiere präpariert in Museen besuchen dürfen? Und über die einzelnen Deutschen Baumarten in Omas und Opas Büchern lesen können?
Wie unerträglich still wäre es auf der Welt, wenn kein Vogel mehr sänge, die Weltmeere ausgefischt wären, die Waldtiere ausgerottet würden. Der Mensch wäre in seiner Art völlig allein.

Beatrix Weber

Viele Meerschweinchen in der Nager/Kleintiervermittlungsstelle, 37441 Bad Sachsa – OT Steina /a. Harz

Dienstag, April 13th, 2010

mskind250310

Meerschweinchenmami “Evi” wurde hochtragend abgegeben.  msmamaeviSie kam sofort zu ihren Artgenossen, die sich liebevoll um sie kümmerten. Am nächsten Tag gebar sie 3 Babys. Die Kleinen wurden am 25.03.2010 geboren. mskinder2503101Sie und die guten Tanten kümmern sich rührend um die Kleinen.
Evi und ihre Kinder werden erst vermittelt, wenn sie ihre Kinder nicht mehr säugt.

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Evi und die Kinder wurden vermittelt!

Nachwuchs im Tierheim Castrop-Rauxel

Donnerstag, April 8th, 2010

Hallöchen an Alle,
wollte euch mal unseren Osternachwuchs im Tierheim vorstellen:

Tierheim -Castrop-Rauxel

LG
Hannelore

Mal was “Schönes” – Video und Musik für Menschen, die Tiere retten

Donnerstag, April 8th, 2010

http://blogs.myspace.com/index.cfm?fuseaction=blog.view&friendID=397902506&blogID=532256632

Herzliche Grüße
Evelin

liebe Ostergrüße aus Bad Sachsa – OT Steina/am Harz

Donnerstag, April 1st, 2010

osternwillyFrühlingsboten zum Osterfest

Nun sind doch zu guter Letzt,
grad pünktlich vor dem Osterfest,
ein paar Frühlingsboten erschienen
und überall scheint es zu grünen.
Die Leute scheinen wie verhext,
der Wintermuff geht langsam weg.
Die Tage bleiben länger heller
Und die Leute lächeln schneller.
So manche Hasenohrenspitzen,
sieht man verschmitzt umher schon flitzen.
Voll Freude machen wir uns bereit
auf die schöne Osterzeit.
Bunte Eier, Schokohasen,
Kinder, die mit Körbchen rasen,
um im Gras, am Baum, in Hecken
noch was Süßes zu entdecken.
Wir freu’n uns auch vor allen Dingen,
über Zeit, um sie in Familie zu verbringen.
Wir wünschen deshalb, wie alle Jahre,
wunderschöne Feiertage,
Sonne im Herzen und Fröhlichkeit,
und dass die Gesundheit bleibt.
(Verfasser Unbekannt)

osternmsosternmsgruppefelixLiebe Tierfreunde/ -innen!

Hier im Harz erfreuen wir uns an den ersten Schneeglöckchen, die an manchen Stellen noch leicht bedeckt sind vom Schnee.  osternblumenDer Frühling steht vor der Tür. In unserem Garten hängen 7 Nistkästen die gut verteilt auf Bäumen platziert sind.  Sie sind alle „besetzt“, durch Kohl-,Tannen- und Blaumeisen.  Ein Kleiberpärchen mauert das Einflugsloch in ihren Nistkasten kleiner, kleiberkleiber01auch der Halsbandschnäpper trägt fleißig kleine Moosgräser und Susi´s ausgekämmte Haare in ihr neues Zuhause.  Auch ein Krähenpaar war unser Wintergast.  kraeheantonSie blieben kurz entschlossen bei uns.  Beide nisten auf einer hohen Tanne.
Die Wühlmäuse haben sich fleißig in den Wintermonaten vermehrt. wuehlmauslochBlumenbeete und Wiesen sehen optisch nicht mehr gut aus.  Die Jägerschaft hat hier fast den Fuchsbestand ausgerottet.  Ein ausgewachsener Fuchs kann jährlich bis zu 8000 Mäuse verspeisen.
Die erste rote Nacktschnecke hatte ich schon entdeckt.  Wacholderdrosseln, Igel und Kröten sind die natürlichen Feinde.  In unserem Garten streuen wir keine Gift.
An unserem Vogelhäuschen sind täglich ganze Vogelschare an Grünfinken und Gimpel zu sehen.  Zwischen ihnen stolziert „Anton und Luise“, das Krähenpaar.  Von weitem beobachten und genießen wir die Eintracht und den Frieden, den die Tiere aus strahlen.
In der Nacht hatte es geregnet.  Kleine und große Regenwürmer windeten sich auf der Straße entlang.  Als ich mit gute Laune Hündin Gassi ging, sammelte ich alle Würmer in einen kleinen Eimer.  Susi zeigte mir mit ihrer kleinen Nase, wo sie lagen.  susistrasseNatürlich gab es überschwänglich Streichel-Lobe von mir. Es bereitete uns beiden richtig viel Freude.  Der Boden von meinem Eimer war bedeckt von diesen kleinen Tieren. Alle habe ich in mein Komposthaufen umgeschüttet, dort gab es u.a. die Lieblingsspeise: Kaffeesatz.

Wir wünschen Ihnen/Euch in den Osterfeiertagen Zeit, um glücklich zu sein!

osterngrupperosaViele herzliche Grüße
Beatrix mit Siegfried Weber und Tierwelt

Kaninchen in der Nager/Kleintiervermittlungsstelle, 37441 Bad Sachsa – OT Steina /a. Harz

Mittwoch, März 3rd, 2010

kanflocke01Ein schneeweißes Kaninchen wurde bei Schneetreiben ausgesetzt gefunden. Eine junge Frau, mit großem Herz, fing Flocke ein und brachte sie noch am gleichen Abend zu uns. Flockes Kot sah schmierig aus und ich behandelte sie sofort. Inzwischen geht es ihr richtig gut. Neue Kaninchenfreunde, die sie liebevoll aufgenommen haben, hat sie bei uns finden können. kanflocke1Flocke ist ca. 2 Jahre alt. Ihre Freunde und sie genießen den zusätzlichen Auslauf im Stall.
kangruppebenniIhren Opi Benni liebt sie besonders.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Flocke zu einem kastrierten Bock kommen könnte. Mit dem sie gemeinsam fressen, schmusen und herum hoppeln kann.
Zur Gesunderhaltung lieben sie z.B. Möhren und Möhrenkraut, Äpfel, Chinakohl in Maßen, Chicoree, Fenchelknollen, Gurken, Paprika, Tomaten, Steckrüben, Hagebutten, Melonen, Spitzwegerich, Löwenzahn, Gras, Kräuter z.B. Sellerie, Petersilie, Zitronenmelisse, Basilikum, Dill, Pfefferminze, Salbei, Giersch, und viel Heu und stets frisches Wasser.
Für die tägliche Abreibung der Zähne helfen ungespritzte Äste mit Blättern: Apfelbaum, Birnenbaum, Eiche, Birke, Buche, Johannisbeere und Haselnuss.

Wenn Sie mehr über sie erfahren wollen, dann rufen Sie bitte die Telefonnummer an:
Nager/Kleintier-Vermittlungsstelle,
37441 Steina / am Harz,
Tel.: 05523 / 7242
Danke!
Weitere Kaninchenhaltungsinformationen erhalten Sie unter:
http://www.diebrain.de/k-index.html

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Flöckchen konnte zu einem kastrierten Kaninchenbock mit viel Auslauf um ziehen. Sie erhält von ihrem neuen Frauchen viel Schmuseeinheiten, die sie in vollen Zügen genießen kann.

Ich, ein Hund aus dem Süden ….

Samstag, Februar 27th, 2010

Ich war einmal ein kleiner Welpe und wurde in irgendeinem europäischen Land geboren. Irgendwie hatte ich mir ganz blöde Leute ausgesucht, die mich dann auf einem Feld in der prallen Sonne anbanden und weggingen. Es vergingen einige Tage, ich saß in der sengenden Hitze, hatte nichts zu fressen und schon mal gar nichts zu trinken. Da ich vorher immer an einer Kette angebunden war und gelernt hatte, dass es keinen Sinn macht, Leinen anzuknabbern kam ich gar nicht auf die Idee, es dieses mal zu versuchen. Ich wurde immer schwächer, die Hitze machte mir enorm zu schaffen, es gab keinen Schatten, kein bisschen Wasser. Mir wurde schwindelig und schwarz vor den Augen. Irgendwann hörte ich in der Ferne leise Stimmen und so langsam erwachte ich aus meiner Bewusstlosigkeit und fand mich zu meinem Erstaunen in einem weiß gekachelten Raum wieder. Ich war pitschnass, hatte eine Infusion an meinem Hinterbein, Menschen standen um mich herum und einer dieser Tierschutztanten liefen dicke Freudentränen über’s Gesicht da ich meine Augen geöffnet hatte.

Es dauerte einige Tage bis dass es mir besser ging, ich war bis zum Skelett abgemagert und vollkommen ausgetrocknet gewesen. Es wurde langsam besser und besser und nach ein paar Tagen konnte ich zu den anderen Hunden in ein Gehege. Ich erholte mich prächtig und zeigte doch eine gewisse Scheu allen Dingen gegenüber.

Irgendwann, 3 oder 4 Monate später, hat sich so eine Pflegestelle aus Deutschland angeboten, mich bis zur Adoption aufzunehmen. Alle waren einverstanden und ich flog nach Deutschland. Die Pflegestelle gab sich große Mühe, zog mir Halsband und Geschirr an, sicherte mich mit zwei Leinen und ich lernte, dass Menschen richtig nett sein können und hatte auch großes Vertrauen zu meiner Pflegestelle.

So gingen die Tage dahin und irgendwann kam ein junges Mädel von knapp 20 Jahren. Sie wollte unbedingt so einen Hund wie mich haben und nachdem eine Vorkontrolle durchgeführt worden war sollte ich dann in mein eigenes Heim umziehen.

Sonntag abends zog ich um und ich verbrachte die erste Nacht in meinem neuen Zuhause. Die paar Stunden waren nett, mir geschah nichts, ich verfolgte dieses junge Mädchen, damit sie mir nicht auch noch Abhanden kam, wie gerade zuvor die Pflegestelle, wo ich begonnen hatte, mich heimisch zu fühlen. Wir gingen auch zusammen spazieren, ich zuckte aber bei allem zusammen und zog auch manchmal rückwärts oder vorwärts um manch bösen Dingen, wie Autos, Mülltüten, anderen Menschen usw. zu entkommen. Einige wenige Hundekumpels trafen wir auch, da fühlte ich mich immer direkt besser.

Am nächsten Morgen wurde ich zur Mama meines neuen Frauchens gebracht, die sich nun wohl tagsüber um mich kümmern sollte. Ich merkte allerdings direkt, dass sie mir gegenüber unsicher war und sie strömte auch diesen Geruch von Angst aus. Das verunsicherte mich enorm. Es kann nicht gut sein, wenn einer ständig den Angstgeruch ausströmt und ich bekam auch immer ein bisschen Angst, wenn ich zu ihr hin musste. Sie war nämlich weiterhin mir gegenüber unsicher und hatte auch weiterhin ständig diesen Angstgeruch an sich. Das ging ein zwei Tage gut und am zweiten Tag passierte dann das folgenschwere Unglück. Die Mama meines neuen Frauchens, welche also diese Unsicherheit und Angst verbreitete, ging mit mir morgens zum Bäcker. Es war kalt und glatt und die Mama von meinem Frauchen glitt auf dem Eisboden aus, weil ich auch so einen kleinen Sprung gemacht hatte, weil ihr Angst- und Unsicherheitsgeruch verstärkte natürlich meine Angst und Unsicherheit. Es kam, wie es in dem Fall des Ausrutschens kommen musste: ihr fiel meine Leine aus der Hand. Über den Sturz war ich so schockiert und entsetzt, dass ich das Weite suchte, denn ich sah ja nur einen Menschen, der sich auf mich stürzen wollte. Ich floh und floh und lief so einige Kilometer. Ich trug also mein Geschirr und die Leine an mir dran, die irgendwie ständig hinter mir her flatterte und ich floh vor dem ständig flatternden Ding da hinter mir. An einer Wiese sah ich andere Hunde, ich hatte kaum noch Puste und ich ging zu denen. Dort waren auch Menschen, die hatten noch keinen Sprung (Sturz der Frau) auf mich gemacht. Ich vertraute also und spielte ein bisschen mit den anderen Hunden. Ja, ja, die Leine war noch immer an mir dran und irgend so ein Mensch ging dann recht groß auf mich zu in der Annahme ich sei ein „normaler“ Hund – was immer das auch heißen mochte. Dieses groß aufgerichtet sein, machte mir aber neue Angst und ich floh wieder und wurde wieder von dem flatternden Ding hinter mehr verfolgt. Ich floh über Felder und Straßen, immer weiter, immer weiter. Auf irgendeiner Hauptstraße brachte ich die Autos zum Stehen und lief verstört zwischen den Autos hin und her. Einige hupten, andere sprangen aus dem Auto, jeder war irgendwie schnell und hektisch und so floh ich weiter. Wieder über Felder und dazwischen überquerte ich die Autobahnen, Autobahndreiecke und floh und floh. Es hupte, es war laut, alles schien sich gegen mich verschworen zu haben. Alles machte Jagd auf mich und hin und wieder tauchte auch noch der Geruch dieser auf mich stürzenden Frau auf, vor dem ich weiter floh, das wollte ich ja nun schier gar nicht wieder erleben.

Hin und wieder gingen mal Sichtungsmeldungen durchs Internet, aber es waren immer nur ganz vage Angaben und somit konnte auch keiner mir helfen. Es wurden Suchhunde eingesetzt, aber geschickter Weise hatten einige Leute meine Decke zerteilt und den Geruch durch die Gegend gezogen, sodass es durch die Witterungsverhältnisse und vor allem durch diese frischer gelegten Spuren für die Suchhunde unmöglich wurde, meine Spur zu verfolgen. Sie fanden zwar die meisten Deckenstücke aber wie hätten sie meine so geringe Spur, da ich ja in größter Eile floh, nach 3 Tagen (Schnee, Frost und Regen) noch verfolgen können, zumal es nur vage Hinweise gab, wo ich zuletzt gesehen worden war und dort besonders intensiv der Deckengeruch verstreut wurde.

Also konnten die ganzen Suchhunde einpacken, sie hatten ihre Arbeit, die die wirklich echt anstrengt, umsonst getan.

Dann, nach einigen Tagen gab es eine Sichtungsmeldung von mir in einer großen Firma. Das ganze Gelände war echt gut eingezäunt und es gab nur einen Ausgang. Aber auch, nachdem man meinen neuen Menschen gesagt hatte, keinesfalls dürfe die Frau, die sich aus meiner Sicht auf mich stürzte, dort auftauchen, genau diese Frau fuhr also dorthin und ich sah sie und flüchtete wieder um mein Leben. Ja, ja, mein Frauchen, welches ja Urlaub gehabt haben sollte, 14 Tage lang damit ich mich erst einmal eingewöhnen könnte – musste da arbeiten – ja, ja, 14 Tage waren noch nicht mal rum gewesen bei dieser Sichtung. Also ich floh wieder, floh so weit mich meine Beine tragen konnten… ich wurde noch 2mal gesehen, danach nicht mehr.

Was ist aus mir geworden??

Bin ich mit meiner Leine irgendwo hängen geblieben und habe mich natürlich immer noch nicht getraut, diese durchzubeißen und bin dann langsam verhungert und verdurstet?

Bin ich unter einen Zug gekommen und in 1000 kleine Teile zerteilt worden?

Bin ich einem Auto vor die Räder gelaufen?

Hatte ich irgendwann keine Kraft mehr, mich zu erheben und bin armselig verhungert?

Ich, ein Hund aus dem Süden, der mit viel Liebe und Hingabe gesund gepflegt worden war,

Ich, ein Hund aus dem Süden, der das Glück hatte, eine tolle Pflegestelle zu erhalten, die es schaffte, dass ich ein bisschen Vertrauen aufbauen konnte,

Ich, ein Hund aus dem Süden, dessen neues Frauchen nicht direkt 14 Tage Urlaub hatte und nicht noch 2 Tage auf mich warten konnte, damit ich Zeit zum Eingewöhnen hatte,

Ich, ein Hund aus dem Süden, deren Vorkontrolleurin diese nur halbherzig durchführte und nicht die Eltern von meinem neuen Frauchen aufsuchte um auch dort die Sachen zu prüfen,
Ich, ein Hund aus dem Süden, der diese Leichtherzigkeiten mit seinem Leben bezahlte.

Autor: Ich, ein Hund aus dem Süden – Übersetzung/Copyright: Maria Bader, Mönchengladbach, Ähnlichkeiten mit irgendwelchen tatsächlichen Ereignissen sind natürlich aufgrund des Themas vorhanden. Und irgendeine Passage wird sicherlich irgendeinem Leser bekannt vorkommen. Es ist eine Aneinanderreihung der Geschichten einiger entlaufener Hunde.
www.find-mich-fix.de

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Eine Genehmigung zur Veröffentlichung der Textes liegt uns von der Autorin Frau Bader vor.