Tierschutzwelt und Little-Animals

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Archive for the 'Tiergeschichten u.v.m.' Category

Das Leben auf großem Fuß kann sooo anstrengend sein!

Mittwoch, September 12th, 2007

Spitzmaus in die Freiheit entlassen

Montag, September 3rd, 2007

Nach einer Nacht in einem Terrarrium mit ganz viel Aufbaunahrung hatte sich das Mausi erholt und ich ertappte es bei ersten Kletterübungen:

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Damit war also klar, Mausi darf und muß zurück in die Freiheit. Die Entscheidung fiel nicht leichtfertig, wie gern würde man so ein kleines Wesen beschützen, welche Gefahren wird es in der Freiheit überstehen müssen? Aber gesunde Wildtiere haben in Menschenhand nichts zu suchen.

Schnell war ein passendes Waldstück am Stadtrand bestimmt, Mausi auf den Waldboden gesetzt und dann konnten wir nur noch zusehen, wie es zügig unter den Efeublättern weiter in den Wald hineinlief und nach wenigen Metern auf dem dunklen Waldboden für uns, und hoffentlich für seine anderen natürlichen Feinde, unsichtbar wurde.

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Kellerfund – Spitzmaus

Donnerstag, August 30th, 2007

Heute abend, im Durchgang vom Treppenhaus zur Tiefgarage, zwischen zwei Feuerschutztüren lag es:

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Winzig klein, bewegungslos, nur ein leises Piepsen, als ich es berührte. Ich nahm es mit etwas Papier auf, versteckte es in einer Transportbox und brachte es in die Wohnung. Schnell war ein Kranken-Terrarium gerichtet mit Wasser, Sprühsahne, gekochte Karöttchen, Mäusefutter, eingeweichte Flocken, Hirse, Obst und Heu. Zunächst war das Kleine so erstarrt, wackelte, zitterte, konnte nicht den Kopf heben. Aber dann schleckte es an der Sprühsahne, die ich ihm direkt vor das Näschen schob.

Eine Stunde später:

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Mausi ertappt beim Futtern! Lächeln

Bitte Daumen drücken, daß es sich weiter erholt (es zittert nicht mehr) und morgen wieder in die Freiheit entlassen werden kann.

Sarah aus Würzburg macht Wochenendurlaub in Steina/am Harz

Freitag, Juli 13th, 2007

Endlich Wochenende!
Meine Menschenmama Christine und –Papa Roland sind große Tierfreunde. Auch sie wollten einfach mal an einem Wochenende ausspannen. Und was meint Ihr, liebe Tierfreunde, wo man so richtig mal die Seele und den Geist baumeln lassen kann? In Steina im Harz. Dort wohnen Siegfried, seine Frau Trixi und msgruppe056.jpgvielen Kleintieren,

finken1.jpgVögeln,
moritz02.jpgmit Opa Kater Moritz und

rosi10.jpgKatze Rosi und

susi062.jpgmeiner Freundin Susi.

Die menschliche Reisetasche wurde gepackt und mein Hundebett, Futter usw. wurde ordentlich ins Auto verstaut und ab ging die große Fahrt Richtung Harz.
Endlich angekommen, freuten sich schon Alle auf unseren Besuch. Ich bekam gleich einen großen Knochen von Trixi geschenkt. Und klaute mir von Susi einen herumliegenden, verscharrten im Körbchen versteckten Knochen und trug ihn in meine Reisetasche.
Mama und Papa genossen steinanatur04.jpgdie wunderschöne Waldluft, die Ruhe und bewunderten schneckenparty.JPGdie vielen Weinbergschnecken, die sich zu unsergarten200717.jpgunmengen unsergarten20078.jpgim unsergarten200716.jpgGarten unsergarten200718.jpgvon Susi vermehrt hatten. Susi und ich waren ein Team, was das bewachen des Grundstückes betraf. Kein Mensch kam leise an dem Zaun vorbei. Ich sauste voran und bellte, was das Zeug hielt und Susi stand kurz hinter mir und schaute, ob ich alles richtig machte.
Wir zwei gingen mit unseren Menschen und Kater Moritz spazieren. Susi war ganz stolz neben mir zu laufen. Ich finde sie auch Klasse!
Nachdem Spaziergang bekam ich das erste Mal Susi´s Hundefutter „Elch“ zu fressen. Mein Gott, war ich satt. Danach schnarchte ich ganz laut. Ich hatte einen super tollen Traum, dass ich in einem mit Spargel und Hundewürstchenkörbchen liege….., danach bin ich aufgewacht, weil eine grüne Fliege nervend auf mein Fell landete.
Die Zeit ging leider viel zu schnell um. Aber es war wunderschön.
Vielleicht fahren Mama und Papa und ich herbst.jpgim Herbst wieder nach Steina.

sarah01.jpg Eure Sarah

Hahn „Knacki“ ist wieder zu Hause!

Dienstag, Mai 8th, 2007

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Hahn „Knacki“ und seine 2 Brüder sollten am Samstag vermittelt werden auf einen schönen Hühnerhof. Beim heraus nehmen der Hähne aus der Transportbox, schwang sich Knacki in die Lüfte, wie eine Lerche und war im Wald verschwunden. Wir drei hatten das Nachsehen.
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Nun starteten wir eine Fangaktion. Abends waren wir völlig kaputt weil wir ja im Harz kleinere Berge haben und die erst einmal bestiegen werden müssen. Geschweige die Abhänge wieder herunter klettern. In Gedanken sah ich den Hahn, wie er grinsend auf einem Baum saß.
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Am nächsten Tag hörten wir Knacki gegen 4.00Uhr im Wald aus vollem Hals krähen, das steigerte sich dann bis gegen 7.00Uhr. Er genoss die Freiheit und flatterte oft für uns für einige Sekunden sichtbar von Baum zu Baum oder beschloss nach Würmern auf dem Waldboden zu scharren.
Unser Nachbar hat wunderschöne Hühner und einen „Kampfhahn“ der auf sein Harem wie ein Geier aufpasst. Herr W. war so freundlich und half uns Knacki, durch seine Hühner, wieder an zu locken. Kampfi wurde 3 Tage eingesperrt!
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Gestern fing es heftig an zu regnen. Knacki wurde durch den Regen eingeweicht und kam etwas unfreiwillig an den Freilauf der Hühner heran. Langsam scheuchten wir ihn über den Zaun. Nun saß er wenigstens zwischen wunderschönen Hühnern im Freilauf. Aber er begriff immer noch nicht, in die Hühner-Luke mit zu marschieren. Der Regen goss vom Himmel und Knacki wurde immer mehr Flugunfähiger. Gegen Abend erhielt ich den glücklichen Anruf: “Sie können den Ausreißer abholen“. Wir waren unheimlich glücklich darüber, dass Knacki nun wieder bei uns ist. Schon bald wird er ein neues Zuhause haben, wo er viele Zwerghühner glücklich machen kann.

Hündin Susi die Huhn – Retterin

Mittwoch, Februar 14th, 2007

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Heute beim Abendspaziergang mit Susi, fand Susi ein durch näßtes, in Brombeerhecken, verstecktes Huhn an der Straßenseite. Ich hätte das Tier in der Dunkelheit niemals gesehen. Das große Huhn versteckte sich immer tiefer unter den stachligen Brombeersträuchern. Irgendwie habe ich es vorsichtig vorgezogen und trug es mit Susi nach Hause. Susi lobte ich die ganze Zeit und ihr Schwänzchen wirbelte fröhlich hin und her. Durch den Dauerregen, waren wir zwei etwas durch nässt. Das Huhn halb getrocknet durch meinen Anorak setzte ich erst einmal um in einen Kaninchenstall mit Stroh.
Inzwischen habe ich auch erfahren, wohin das Huhn gehört.

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Huhn „Herta“ wurde am nächsten Tag wieder abgeholt. Sie wird sich freuen wieder unter ihres Gleichen zu sein. Als Dankeschön legte sie heute Mittag für uns ein Ei.

Meerschweinchen-, Kaninchen- und Hühnerrettung

Donnerstag, Februar 8th, 2007

Heute fuhren erneut die Tierheimleiterin und ihr Mitarbeiter zu dem verwahrlosten Ort. Es befanden sich ca. immer noch über 10 – 20 Tiere in der Wohnung. Von der Entsorgungsfirma weit und breit nichts zu sehen. Es war bereits Nachmittag geworden. Um überhaupt in der vermüllten Wohnung durch zu kommen, wurde ein Zimmer etwas leer geräumt. U.a. fand man ein verwestes Huhn unter vielen Zeitschriften. Nun versuchte man die Meerschweinchen in diesen Raum zu treiben. Die völlig verängstigten Tiere rannten in alle Himmelsrichtungen, einige „verirrten“ sich in diesen Raum.  K. trieb die Tiere mit einem langen, hohen Brett in eine Ecke. Dort wurden alle Tiere vorsichtig in die Transportboxen umgesetzt. Erneut ging das Treiben los. Nach einigen Stunden hatte man 13 Tiere eingefangen. Man sah immer noch Tiere herum huschen. Der Schweiß rann allen Beteiligten den Rücken herunter. Die Luft wurde stündlich immer knapper. Während des Luftholens in der freien Natur, rannte ein Meerschweinchen plötzlich K. an den Füßen vorbei nach draußen. Den kleinen Kerl zu finden, zwischen toten Hühnern, toten Kaninchen, Müllberge die sich in die Höhe stapelte war aussichtslos. Es wurden Heu und Möhren im Hof hingelegt. Inzwischen ging die Jagd in der Wohnung weiter. Eine Meerschweinchenmama mit 4 frisch geborene Jungtieren, die in der Sofaverkleidung saßen, wurden Gott – sei – Dank, gefunden. Zum Schluss wurde mit viel Mühe auch die ausgerissene werdende Meeri-Mama im Freien gefunden und mitgenommen.

 

Immer wieder stelle ich mir die Frage: „Warum mussten so viele Tiere sterben?“
“Warum hat der Pfleger der älteren Dame das Veterinäramt nicht eingeschaltet?“
Auch die 3 angrenzenden Tierheime haben „abgewunken“, als sie von dem Zustand der verwirrten Dame und derren Tiere hörten: „Rufen Sie bitte morgen 17.00 Uhr noch mal an“.
“Wir sind voll……!“ „Wir haben zur Zeit kein Auto! Bitte wenden Sie sich an das TH XXX.“

Diese Tierheimleiterin nahm diesen Hilferuf der Nachbarin ernst und reagierte sofort. So konnten wenigstens 80% der Tiere gerettet werden.

 

Aus Datenschutz – Gründen verschwieg ich Namen, Ort und das Tierheim, welches mit großer Einsatzbereitschaft und Disziplin den Tieren sofort geholfen hat.
Auch sie hatten pro Fahrt über 80 km zu fahren, um an den Ort zu gelangen. Erneut nahmen sie sich die Zeit, die Tiere weitere 80 km mit dem Auto zu uns zu bringen. Die Benzinkosten wurden zum Teil von uns und den Mitarbeitern privat finanziert.

Meerschweinchen-, Kaninchen- und Hühnerrettung

Mittwoch, Februar 7th, 2007

Meerschweinchen-Bericht:

Eine ältere schwer verwirrte Frau wurde Monate lang von einem Betreuer täglich betreut. Gestern wurde diese ältere Dame eingewiesen in ein Altenpflegeheim. Zurück lies sie eine Müllhalde auf dem Hof und in ihrer Wohnung. Auf dem Hof und in der Wohnung lagen verstreut Kaninchen-, Hühner-, Meerschweinchen-Leichen. Es stinkt so erbärmlich nach Dreck, Unrat und toten Tieren. Einige noch lebende Hühner und verhungerte Kaninchen konnten in Tierheimen untergebracht werden. Aber wohin mir den Meerschweinchen? Die sich frei in der vermüllten Wohnung befinden. Die erste Großaktion begann heute einen Teil der Tiere einzufangen. Mütter wurden von ihren Babys ungewollt getrennt. Man konnte kaum treten in der Wohnung: Müllberge übereinander gestapelt in jeder Ecke, das Sofa von Urin durch nässt, überall sah man die Meeris rennen, sie waren schneller unter den Schränken, hinter Regalen verschwunden. Der Schweiß rann dem Mitarbeitern des Tierheimes den Rücken herunter. Länger als eine Stunde konnte man es in der Wohnung vor Gestank nicht aushalten. Immer öfters musste man an die frische Luft.

Morgen soll die Wohnung von einer Möbelfirma geräumt werden. Deshalb fahren die Tierheimmitarbeiter morgen erneut hin, um die restlichen Tiere ein zufangen.

Bei mir fanden 20 Meerschweinchen, die heute eingefangen wurden eine Aufnahme. Davon sind ca. 12 Tiere tragende Mütter und 8 Meeri-Männer im Alter von 6 Wochen bis einem halben Jahr. Die halbjährigen Tiere haben tiefe Bisswunden auf den Rücken.

Alle Tiere sind abgemagert, das Fell stumpf. Es werden Monate vergehen, bis ich die ersten Meerschweinchenmänner kastrieren lassen kann. Auch die Tiere, die morgen eingefangen werden, erhalten eine Bleibe bei uns, bis zur Vermittlung.

Ich berichte morgen weiter.

Ein trauriger Bericht über ein Meerschweinchen….

Freitag, Januar 12th, 2007

Armes Meerschweinchen OTTO:

Das unkastrierte, männliche Langhaar-Rosetten-Meerschweinchen hatte starke Haarverfilzungen, die wir mit der Schere abgeschnitten haben.
Die Füße und der After waren mit Kot so stark verklebt, das wir das Tier mehrmals baden mussten, um die Kotverkrustung von den Füßen ab zulösen.
In seinen zu langen Zähnen hing der Kot, auch diese mussten gesäubert und gekürzt werden.
Das Meerschweinchen ist unterernährt gewesen.

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Ein trauriger Bericht über ein Widder-Kaninchen …….

Freitag, Januar 12th, 2007

Ich habe gestern ein Widdermädchen von einer Familie, als Abgabetier, erhalten. Das Tier beißt, wurde mir gesagt. Als ich das Tier aus der Box nahm, saß ein völlig verängstigtes Tier darin. Beim hochnehmen sah ich die Bescherung: Der After war dick (Hühnereigroß) mit Kot verschmiert und wie Beton verklebt.
Die junge Frau sagte: “Wenn sie ihn wieder zahm gemacht haben, hole ich ihn wieder ab.” Ich äußerte mich wie folgt: “Sie haben eine Abtrittserklärung unterschrieben und bekommen das Tier nicht wieder!” Da meinte Frau D.: “Bekomme ich ein junges Kaninchen von ihnen?” Ich:”Nein, Sie bekommen überhaupt kein Kaninchen von mir!” Sie: “Na, dann muss ich mal sehen, wo ich ein Kaninchen wieder her bekommen kann.” Danach schob ich die Familie zur Tür hinaus.
Mit Elli habe ich 8 bis 9 Mal Sitzbäder gemacht, bis ich den Betonkot vom Hintern abgelöst hatte. Ich hoffte, dass sie keinen Darmverschluss inzwischen bekommen hatte. Sie fraß viel Heu und die ersten zarten Löwenzahnblätter. Aber sie bewegte sich kaum. Angrifflustig war sie niemals zu uns, sie genoss die Streicheleinheiten. Gestern Abend ging ein glucksen im Darmbereich bei ihr hörbar los. Heute Früh ging es ihr sichtbar nicht so gut. Wir fuhren in die Tierklinik nach Northeim. Sie wurde geröntgt. Elli hat eine dicke Gebärmuttervereiterung. Morgen wird sie operiert. Wir mussten sie dort lassen. Hoffentlich hat sie eine Chance überhaupt durch zu kommen. Wir werden morgen in der Tierklinik anrufen, wie es ihr geht.

Man kämpft um jedes einzelne kleine Wesen – die Hoffnung dürfen wir nicht aufgeben!
Ich muss mich immer sehr zusammen reißen, nicht los zu heulen.

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Elli wurde eingeschläfert und von ihrem großen Leid erlöst.
Wir holten sie heute nach Hause und beerdigten sie. Im Sommer werden viele Wildblumen auf ihrem Grab
wachsen.