Tierschutzwelt und Little-Animals

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Aus dem Leben eines Hundes mit dem Namen Timo

Ja, Leute, ich bin der Timo.
Als ich mit meinen Geschwistern noch bei meiner Mama war, war alles gut. Irgendwann wurden meine Geschwister und ich von der Mama getrennt, So ist es bei Hundes und anderen Tieren wohl immer.
Später kam ich mit meinem Frauchen aufs Land und wie es im Osten so üblich ist -morgens Tür auf, wer Hunger hat , kommt schon wieder. Und so habe ich mich eben selbst beschäftigt, war ohne Aufsicht unerzogen, nicht überall willkommen und ich habe mir nichts gefallen lassen und mich nach menschlichem Verständnis auch daneben benommen, Wenn man mich wegjagte, habe ich gebissen und so kam es, daß ich von Amts wegen meinem Frauchen weggenommen wurde. Man wollte mich töten. Aber da kamen Tierschützer auf den Plan, die das gerade noch verhindert haben.
Dennoch, ich wanderte durch mehrere Pflegestellen . Niemand wollte mich. Zu unruhig, zu unberechenbar, zu anstrengend. Die Tierschützerin wusste nicht mehr, in welche Pflegestelle sie mich noch stecken sollte. Mein Ruf eilte mir voraus und ich war ja auch schon über 8 Jahre alt.

Und dann kam dieses Telefonat mit Freunden meiner Tierschutzdame: “” Wir holen ihn und versuchen ihn hier gut zu vermitteln und ansonsten bleibt er hier, Wo zwei satt werden, wird auch noch der 3. satt!”
Und dann kamen sie mit ihrem Auto und einem Pekinesen. , Charly riefen sie ihn. Hören konnte der nix, der hatte seine Ohren nur zur Zierde. Ich mochte die Plattnase von vorneherein nicht sonderlich. Und da war Gustel eine gelungene Mischung aus Shitsu u. Beagle. Eine in sich ruhende Hundepersönlichkeit. Eigentlich wäre ich gern Einzelprinz gewesen, aber so war es nun mal.
In diesem Hause lief alles anders. Morgens früh raus in den Garten und wenn meine neuen Leute sich mal zurecht gemacht und gefrühstückt hatten, fuhr Herrchen mit seinen gesammelten Werken ins Grüne – Morgenrunde hieß das. Anfangs war Frauchen noch mit dabei, denn drei sind schwieriger zu regeln als zwei. Einer schnüffelt hier einer muß am Nachrichtenbaum seine Zeitung lesen, einer muß gerade sein Geschäft machen, der andere nur sein Bein heben, einer zieht voraus einer will noch trödeln.
Aktion am Morgen eben. Inzwischen hat sich alles angeglichen.
Dann ging es zurück ins Auto und zum Frühstück. Danach konnten wir in Ruhe verdauen. Jeder hat sein Plätzchen in dem Hause.
Und klar haben sie mich nicht weiter vermittelt, Sie meinten,: ,, Junge, du warst lange genug ein Wanderpokal und weißt gar nicht richtig, was ein Zuhause ist und wo man zur Ruhe kommen kann!” wir versprechen dir, Deine Wanderung ist zu Ende!” Und so ist es bis heute.
Meine Leute sind jeden Tag nachmittags ausgiebig mit uns gelaufen, Immer mal neue Wege haben wir erkundet und ich dankte es ihnen mit excellentem Gehorsam . Mann kann sich auf mich verlassen. Mit anderen Hunden war ich immer verträglich, denn ich habe früh die Hundesprache gelernt und eifersüchtig mußte ich nicht sein. Weder auf den plattnasigen Pekinesen, der ja auch seine Geschichte hinter sich hatte, noch auf die ruhige Hundedame. Alle konnten wir von einem Schicksal erzählen. Der Peki kam aus Kroatien von einer Familie mit 4 Kindern, Wegen Umzug konnten sie ihn nicht mitnehmen (Haben sie erzählt , aber da war ganz was Anderes. Die 4 Kinder haben ihn gequält und er hat gebissen. So kam er in ein Tötungslager, wurde aber sofort von deutschen Tierschützern mitgenommen. Die Hundedame, Gustel,(eigentlich Gucci, aber mein Herrchen wollte nicht mit einer Luxushandtasche spazieren gehen) hieß sie, wurde als Spielhündchen für ein Mädchen angeschafft und war dann lästig geworden, man wollte sie nicht mehr. Als sie zu meinen Leuten kam, war sie auch schon 8 Jahre alt. Gelernt hatte sie nie was. Meine Leute haben uns alle gleich lieb gehabt. Kein Tierchen kam zu kurz und da waren noch zwei Kater, die dachten, sie wären Hunde. Denn sie kamen schon als kleine Kätzchen und waren es gewohnt, daß es Hunde im Haus gab.
Ja ,unsere tollen Spaziergänge und Fahrten mit Herrchen und Frauchen und Urlaube. Wir waren immer alle dabei! Der Peki hatte ein krankes Herz und in einem heißen Sommer wurde er sehr sehr krank. Herrchen und Frauchen fuhren mit im weg und kamen wieder und der Peki war so ruhig und schlaff. Er war so anders, reagierte gar nicht mehr. Frauchen und Herrchen weinten und waren sehr traurig . Er lag bis zum Morgen in seinem Körbchen und regte sich nicht mehr. Morgens hat Herrchen ihn im Garten begraben. Gustelchen wurde 17 1/2 Jahr alt. Sie konnte nicht mehr so weit laufen und bekam einen Hundewagen, Da wollte sie auch immer rein und schaute vergnügt ringsherum.
Irgendwann konnte sie gar nicht mehr hinten hoch. Sie saß auf ihrem Häufchen und schaute ganz hilflos und traurig. Mittags kam die Tierärztin und dann – — lag sie noch eine Weile im Körbchen bis Herrchen auch sie begraben hat.
Nun war ich Einzelprinz. Und sollte es bleiben. Herrchen wurde zwischenzeitlich auch krank. Frauchen und er sind nicht mehr die Jüngsten. Die Spaziergänge wurden kürzer, Pausen mußten sein. Aber insgesamt hat sich nichts geändert. Bis – ja bis zum November 2025. Da wurde wieder mit der Tierschutzstelle telefoniert. Wieder ein kleiner Notfall, der dort gar nicht zur Gesellschaft paßte. Auch der wieder mit bitterer Vorgeschichte und sehr krank.
Da konnten meine Leute doch nicht wegsehen, und ehe ich Einspruch erheben konnte, waren wir wieder im Auto zu Besuch dort. Woher ich auch komme und da war er der kleine Spitz: Auf der Heimfahrt war Jeder von uns in einer Einzelbox. Aber das hat sich schnell geändert. Wir haben begriffen, daß die große Box für zwei Hunde reicht. Das Einsteigen wurde uns mit einem Leckerli schmackhaft gemacht und jetzt reicht eine Box. Der Neue hat sich auch sehr schnell an unser Leben gewöhnt. Zuerst mußte er, weil er operiert war, noch nachts häufiger raus. Frauchen hat sich immer flott eine Jacke angezogen und uns raus gelassen. Das ist inzwischen besser.
Und ich bin nun auch schon fast 17 Jahr alt. Neulich war ich sehr krank. Husten, der quälte und kein Mittel halft und dann stellte sich raus, ich habe ein krankes Herz und hatte Wasser in der Lunge.
Das hieß Medizin u. a.. Wassertabletten nehmen da hieß weiter, auch ich muß nun nachts raus. Und wieder ist es Frauchen, die mich hört und mich dann raus lässt. Herrchen ist nicht so gesund und er schläft wie ein Bär.
Früher war ich immer bei den beiden mit im Bett. Das will ich gar nicht mehr. Also darf jetzt der Spitz zu den Beiden. Ich springe auch nicht mehr so gut und gerne und meine Augen sind trüb geworden und naja, ich höre auch nicht mehr so gut. Aber meine Nase funktioniert noch einwandfrei.
Neulich habe ich mich erschreckt und Frauchen wollte mir nur gut sein. Da habe ich sie ins Gesicht gebissen. Mehr eine Schreckhandlung, die hat geblutet und mußte dann zum Arzt. Aber ich glaube, sie hat mir längst verziehen.
Durch meine Erkrankung und die meines Kumpels Sunny und inzwischen auch unserem alten Kater, sind wir unseren Leuten lieb und teuer. Aber unsere Leute helfen uns, sonst wäre ich schon qualvoll von der Welt gegangen. So laufe ich noch jeden Tag mit und niemand sieht mir meine fast 17 Jahr an.

Das musste ich Euch mal eben erzählen, Als es so heiß war, sind wir nicht auf die heiße Straße gegangen, sondern ins gekühlte Auto gestiegen. Wir haben im Wald, im Schatten und auf natürlichem Boden, wo man sich nicht die Pfoten verbrennen musste verkürzt gelaufen. Wir haben immer frisches Trinkwasser bekommen.

Ich habe ein Zuhause, Sunny und der Kater Poco haben ein Zuhause und unsere Leute mögen uns mit unseren Altersmacken immer noch und sie sorgen für uns. Für uns ist es selbstverständlich für unsere Leute auch. Hundeleben, Katzenleben, die ziemlich hakelig begannen, haben doch noch eine verdammt gute lange Zeit erwischt.
Wir sind Hunde ( und der Kater) aus dem Tierschutz, also mit Vorgeschichte, nicht gekauft sondern adoptiert. Herkunft unwichtig Rasse egal, Zukunft gesichert!!!
Das Schild hängt im Auto unserer Leute, die nie nach einem Stammbaum gefragt haben, denn den führen sie nicht aus, aber uns, und wie! Derweil bewacht noch ein Kater das Haus. Der zweite ist auch inzwischen im Himmel.
Und wenn es einen Himmel gibt, wollen wir uns darin alle wieder sehen.
Euer Timo
von Oehl“s

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