Tierschutzwelt und Little-Animals

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Archive for the 'Abschied nehmen' Category

Wir nehmen Abschied von Meerschweinchen Oscar

Montag, Februar 12th, 2018

Oscar kam vor vielen Jahren als verfilztes, unkastriertes Langhaarmeerschweinchen zu uns. Seine verknoteten Haare schnitt ich mit der Schere ab. Ich lies ihn beim Tierarzt kastrieren. Nach 6 Wochen zog er zu den Mädels. Er war stolz und baggerte jede Meerschweinchendame, ob Alt oder etwas jünger an. Oscar liebte sein Harem.

Wie im jedem Jahr erlebten alle Tiere die warmen Sommermonate auf der grünen Wiese. Am Tag trage ich sie heraus und abends bringe ich sie wieder in ihren geschützten Stall.

Oscar baute sichtlich im letzten ½ Jahr körperlich ab. Er wurde kleiner und dünner. Sein Appetit war bis zum Schluss normal. Seine Frauen wärmten ihn im Herbst und Winter.

Als ich am späten Nachmittag meine Fütterungsrunde begann, musste ich mit entsetzen feststellen, dass er im Stroh lag, um zu sterben. Ich nahm ihn ins Haus. Er starb im warmen.

Oscar wurde ca. im Jahr 2012 geboren.
Er verstarb am 08.02.2018
4 Jahre hatte er ein glückliches Leben bei uns!

Er war ein geselliger, aufgeschlossener und fröhlicher Meerschweinchenmann.
Oscar wurde geliebt von seinen 5 Frauen und von mir.
Im stillem wünschte ich seiner kleinen Seele eine gute Reise in den Himmel!

 

Mit stillem Gruß
Beatrix Weber,
mit vielen Gnadenbrottieren, in
37441 Bad Sachsa – OT Steina / am Harz

Wir nehmen Abschied von Zwergkaninchen Emmi

Montag, Februar 5th, 2018

Emmi fand mit vielen anderen Artgenossen vor 6 Jahren eine Aufnahme bei uns.
Ihre Geschichte lesen Sie unter: http://www.tierschutzwelt.de/?p=20913

2 Jahre saßen sie in einem kleinen Käfig und erhielten keinen Auslauf!  Wie glücklich waren die Kaninchen, als sie in ihrem neuen Zuhause begriffen, dass viel Platz zum bewegen vorhanden ist. In Erdlöcher graben und verstecken, Nester bauen (die Böcke sind alle kastriert bei uns!), gemeinsam kuscheln, fressen und an der Oberfläche die warmen Sonnenstrahlen genießen. Ihre frohe Natur des glücklich seins, sah ich jeden Tag in ihren Gesichtern.

Emmi liebte ihre Freunde/-innen. Sie musste auch erfahren, dass einige Artgenossen verstarben. Die ganze Kaninchengruppe trauerte. In dieser Zeit fraßen sie schlecht. Die Gemeinsamkeit stärkte den Zusammenhalt. Manchmal mussten sie sich neu orientieren, um eine neue Chefin zu wählen. In dieser Zeit gab es kleine Machtkämpfe zwischen zwei ranghohen Weibchen.

Emmi beteiligte sich nie an den Streitigkeiten. Ihr Instinkt riet ihr, stets mit einem ranghohen Weibchen zu kuscheln. Durch ihr soziales verhalten, erhielt sie eine höhere Position innerhalb der Gruppe.

 

Allen Kaninchen muss ich regelmäßig die Krallen schneiden. Emmi hatte immer den 7.Sinn und verschwand in den Erdlöchern. Mit viel Geduld erwischte ich sie meist, während der Futtergabe, sie ein zu fangen.

Emmi liebte ihre Freiheit und Selbstständigkeit. Sie wollte nicht gestreichelt werden. Dies akzeptierte ich.

 Als ich Früh am Morgen alle Tiere füttern wollte, lag Emmi im sterben. Ihre Freunde hatten sich in der Nacht von ihr verabschiedet. Sie fingen an bereits um sie zu trauern. Auch ich musste für immer Lebewohl sagen. Es war nicht leicht….

 Emmi wurde im Jahr 2010 geboren.
Sie verstarb am 24.01.2018
6 Jahre hatte sie ein glückliches Leben bei uns!

Mit stillem Gruß
Beatrix Weber,
mit vielen Gnadenbrottieren, in
37441 Bad Sachsa – OT Steina / am Harz

Mein liebes Kaninchen Eckard – ungeplant gekommen und geblieben und plötzlich einfach weg….

Dienstag, Januar 16th, 2018

So plötzlich und unerwartet wurde aus dem heutigen Tag ein großer Tag der Trauer.

Mein lieber Eckard, heute bist du einfach von uns gegangen.
Hast noch gewartet, bis ich das Gehege heute morgen betrat, so reglos lagst du auf den kalten Steinen, wie zuvor noch nie gesehen.
Schnell gepackt und auf zur Tierärztin. Nur noch 33,9 Grad und aufgegaster Bauch, und ich brach in Tränen aus.
Noch nie hatte einer von euch Bauchprobleme!
Infusion und ganz viel Wärme halfen nicht mehr.. und plötzlich schliefst du mittags neben mir einfach ein ohne wieder aufzuwachen.
Was war nur passiert? Wir werden es nie erfahren

MIT DIR FING ALLES AN, ALLES!

Vor dir glaubte ich nicht, dass ich einmal Kaninchen halten werde in meinem Leben.

Als Fundkaninchen, ausgesetzt an einer Kiesgrube, kamst du im Mai 2015 in ein Tierheim.
Saßt dort in einem dunklen Holzhaus in einem Meterkäfig, wurdest nicht untersucht, nicht geimpft und konntest vor lauter Fell kaum aus den Augen schauen.
Als ich einen Tipp über diese Missstände erhielt, fuhr ich los um dich dort wegzuholen. Um dich eigentlich in ein anderes Tierheim mit einer besseren Haltung zu bringen.
So war der Plan….
Bis ich bei einer Nachkontrolle einer Kaninchenvermittlung, die auf dem Wege lag, feststellte, dass ich dich nicht in ein Tierheim geben kann, dass nicht artgerecht weitervermittelt!!

Da waren wir zwei nun… Ich kein Gehege, nicht mal ein Kaninchen. Aber weggeben konnte ich dich jetzt auch nicht mehr.

Also brachte ich dich erstmal zu meinen Eltern und machte dir dort im damals leeren Entenhaus eine große Bucht zurecht.
Endlich Licht und Platz… Du wurdest gegen die lästigen Milben behandelt, geschoren, kastriert und geimpft.

Kurze Zeit später kamen zwei Weibchen aus einem Notfall dazu. Meine Idee war also eine Dreiergruppe zu gründen mit eigenem Gehege im Garten, was natürlich noch gebaut werden musste.
So war der Plan….
Bis das eine Weibchen nach ein paar Tagen plötzlich ein Nest baute und 5 Junge gebar…. So war der Plan nicht!

Dann waren es also 8 Kaninchen! Nur gut, dass ich damals noch Anfänger war und nicht wusste, welche Krankheiten Kaninchen alles haben können… Sonst wäre ich nicht so entspannt geblieben.

Kurzum: Wir bauten ein Gehege und ein paar Wochen später durftet ihr 8 einziehen und alles erkunden. Das war so ein schönes Erlebnis
Von der ersten Minute an ward ihr eine harmonische kleine Patchwork-Familie, du hast die Kleinen aufgezogen, als wären es deine eigenen gewesen und warst ein toller Papa!

Oft wurde das Gehege ungestaltet, dann kam auch noch Gartenauslauf am Tage dazu und ihr konntet draußen auch noch erkunden

Deine ELLA war dein Liebling, ihr ward ein Herz und eine Seele und kaum zu trennen

Dann wurdest du letztes Jahr krank: Diagnose EC. Zum Glück kannte ich dieses Krankheitsbild da schon vom Lesen und konnte gleich reagieren.

Glücklicherweise schlug die Behandlung schnell an und dein Kopf wurde wieder komplett gerade und du wieder ganz der Alte.

Eckard, ich vermisse dich schon jetzt unsäglich!
Ich kann das einfach nicht glauben, dass es so schnell und plötzlich kam.
Immer habe ich so bei mir gedacht, wenn ich euch beobachtet habe, das wird einmal schlimm werden, wenn du nicht mehr da bist.
Warst doch der Liebling aller in der Gruppe. Der Schlichter wenn es mal Gezicke unter den Weibern gab, der Ruhepol, und immer der erste am Napf und wenn es etwas neues gab….hast mir immer am Schuh geklebt
Es ist so unreal und unfassbar, dass du mir nicht mehr entgegenhoppeln wirst, wenn ich zu euch komme.

Keiner weiß, wie alt du warst und was die Krankheit vielleicht innerlich schon angerichtet hatte, ohne es ahnen zu können.
Alles nur Mutmaßungen und Unverständnis. Zermürbende Gefühle und endlose Trauer.

Ich bin froh, dass du damals in mein Leben getreten bist und mich für Kaninchen überhaupt begeistert hast.
Danke, du Engel

ich werde dich niemals vergessen!!

Ich liebe dich!

Eckard starb am 14.01.2018

Mit stillem Gruß
Deine Steffi und Timo

Hunde von Maria Bader – Yaban hat sich still für immer verabschiedet

Mittwoch, Dezember 27th, 2017
Liebe Hannelore,
magst du das noch mal über den Verteiler schicken?
Ganz liebe Grüße
Regina

Ihr Lieben, wir brauchen Hilfe – und ein Weihnachtswunder!

Noch stehen wir unter Schock und können nur langsam realisieren, dass Maria nicht mehr bei uns ist. Aber trotz der entsetzlichen Trauer müssen wir genau deshalb schnell das perfekte neue Heim für ihre 3 Lieblinge finden.

Wir suchen vorrangig einen Privathaushalt, der bestenfalls die Hunde noch kennt und ihnen bis zu ihrem Lebensende eine Ecke in seinem Wohnzimmer mit Garten zur Verfügung stellt. Tierheime und Pensionen, die die 3 Hunde einzeln weitervermitteln möchten, sowie städtische Gebiete sind unsere letzte Wahl.
Besonders in diesem Fall, in dem es sich um ehemalige echte Angsthunde handelt.

Die Hunde sind die Zwillinge Maske (w,k,) und Yaban (m,k) ca 14 Jahre alt und Arki (m,k) ca. 11 Jahre alt). Alle Hunde sind mehr oder weniger schwerhörig. Maske hat mittlerweile Hinterhandschwäche, uriniert gerne auf Handtüchern und ist eine lustige Nase, wenn sie Vertrauen gefasst hat. Yaban ist eigentlich “nie da” und verkrümelt sich in seinem Bett. Aber auch ihn kann man aus der Reserve locken, wenn Maske dabei ist. Evtl hat er einen Knubbel am Bauch entwickelt.
Arki ist ein ehemals menschen- und umweltungewohnter Hund, der Dank Marias Körpersprache gelernt hat, ein Hund zu sein. Er ist eher scheu, bellt erstmal, lässt sich aber körpersprachlich einladen. Seine Sicherheit sind die beiden anderen Hunde, alleine würde er in sein altes Verhaltensmuster zurückfallen. Männer braucht er nicht.
Es sind ganz besondere Hunde und absolutz keine Anfängerhunde, mit denen man mal eben durchs Dorf Gassi geht. Und in dem Alter wäre ein schöner kleiner Garten völlig ausreichend, der aber hoch und zu 100% sicher eingezäunt sein muss. Die 3 wohnen gerne in Erdhöhlen und sind Meister im
Graben. Ausgang nur mit M-Arki Sicherheitsgeschirr.
Wir versuchen schnellstmöglich das Unmögliche.
(Die Fotos sind leider alle nicht aktuell. Neue können wir erst bei Abholung machen.)
Bitte helft, es wäre so wichtig.
Kontakt per mail: dangerdogs-fotografie@gmx.de
Kontakt per WhatsApp: 0151-74103084Vielen Dank, Birgit Fischer, Regina Buchhop, Silke WIngen
+++++++++++

Update 3.1.2018

Inzwischen sind sichtbar drei Pfoten von Yaban befallen und eitern zwischen den Zehen.
Ich fahre nachher mit Yaban zum TA, das eine Bein ist komplett geschwollen. Wenn er eine Chance sieht, werden wir Yaban auf jeden Fall weiter pflegen und hoffen, dass auch die TA Kosten durch eure Spenden beglichen werden können, denn Erben, die da einspringen, gibt es keine.

YABAN hat sich still für immer verabschiedet.

Als ich vorhin bei Yaban ankam, begrüßten mich Maske und Arki, doch Yaban lag still n seinem Bett und war teilnahmslos. Er atmete zwar noch, hatte aber längst seine Reise ins Regenbogenland angetreten, das war Natalie so klar, wie mir. Ohne auch nur einen Widerstand zu spüren, trugen wir ihn ins Auto und entschlossen uns, dass ich ihn dennoch zum TA mitnehme. Während der Fahrt ist er friedlich eingeschlafen
Yaban bekommt nun einen schönen Platz auf dem kleinen privaten Friedhof eines Vorstandsmitgliedes unseres Vereins.

Wir nehmen Abschied von Mittelrassenkaninchen Erna

Montag, November 27th, 2017

Als Erna bei uns eine Aufnahme für immer fand, war sie bereits ausgewachsen.

Ernas Geschichte lesen Sie hier: http://www.tierschutzwelt.de/?p=32415

Ihre offene aufgeschlossene Art und ihr liebenswerten Charakter fanden bei allen Kaninchenmitgliedern großen Zuspruch. Schnell fand sie Anschluss bei Ilka, die fast optisch gleich aus sah, wie sie, als Schecke. Erna lernte schnell, was ein Ranghohes Weibchen bedeutet. Ilka zeigte ihre Gerechtigkeit, Schlichtung, wenn Rangniedrige Tiere sich jagten und die Wichtigkeit den Zusammenhalt innerhalb der Gruppe jeden Tag/Nacht zu gewährleisten.

Als Ilka starb, wurde sie als Nachfolgerin sofort von allen Kaninchen anerkannt.

 

Sie lernte in ihrem Zuhause, den stattlich aussehenden Mittelrassenkaninchenmann Sammy kennen und lieben. Sammy zeigte ihr bis zum Schluss seine große Zuneigung. Es wurde gekuschelt, gemeinsam gegraben und gefressen.

Die Streicheleinheiten von meinen Händen genoss sie ebenfalls gern. Ohne zu zappeln auf meinem Schoß, lies sie sich die Krallen regelmäßig schneiden. Sie wusste es, dass die Pediküre zum gesunden Kaninchenleben dazu gehört.

 

Erna war mit ihren 4 ½ Jahren die Jüngste in der Gruppe. Ihr Körperbau war gut trainiert, weil sie sich 24h bewegen konnte.
Ich hätte niemals gedacht, dass sie den gleichen Weg, kurz nach Emmas Tod, antreten muss.

Einen Tag zuvor vermisste ich sie beim fressen. Sie befand sich im Erdloch und war für mich nicht an der Oberfläche Sichtbar. Am nächsten Tag wollte ich sie mit den Händen ausgraben. Ich wusste, dass die Kleinen ca. 15 Gänge gebuddelt hatten, in die Tiefe von 1.20m. Vor 18 Jahren hatten Siegfried und ich, in mühevoller Arbeit, die Erdschicht ausgegraben, um voll verzinkte Drahtbahnen zu verlegen. Es war eine Knochenarbeit, die sich bezahlbar gemacht hatte, im Laufe der vielen Jahre.

Früh am Morgen begann ich mit der Fütterungsrunde. Erna lag im Stroh, um sie herum, gewärmt von ihren Artgenossen. Sammy verhielt sich völlig verstört. Er wollte es nicht wahrhaben, dass er bald von ihr Abschied nehmen musste.

Sie hatte keinen Durchfall oder eine sichtliche andere Erkrankung. Ihre Lebensuhr lief ab. Bei diesem Anblick rollten mir die Tränen über die Wangen. Ich streichelte sie. Matt hob sie ihr Köpfchen.

Alle 2 bis 3h schaute ich nach ihr. Diesmal wärmten mal Sammy, dann wieder Harmonie oder Emmi und Bunny ihren liegenden Körper. Niemals war sie allein. Am frühen Nachmittag fütterte ich alle Tiere, um mich dann ganz Erna zu widmen.  Vorsichtig nahm ich ihren Kopf in meine Hand. Sie fühlte, dass ich bei ihr bin und schlief für immer ein.

Meine Tränen rollten in ihr Fell.
Ich gab ihren Freunden die Möglichkeit bis zum nächsten Morgen sich von ihr zu verabschieden.

Erna wurde im Jahr 2013 geboren.
Sie verstarb am 25.11.2017
3 ½ Jahr hatte sie ein glückliches Leben bei uns.

Ich wünschte Erna eine gute Reise. Viele vorausgegangene Seelen zeigen ihr den Weg in den Sternenhimmel.

Zurück bleiben Deine Freunde und ich, die dich beweinen und die Traurigkeit in sich tragen.

Mit stillem Gruß
Beatrix Weber,
mit vielen Gnadenbrottieren, in
37441 Bad Sachsa – OT Steina / am Harz

Totensonntag

Sonntag, November 26th, 2017

Im Schmerz der Trauer
und des Verlustes
übersehen wir manches Mal,
dass nicht allein Geborenwerden
ein Wunder ist,
doch auch das Sterben
eines der Wunder des Lebens ist,
dass Verwandlung und Neubeginn,
Dankbarkeit für das Gewesene
und Hoffnung auf das Zukünftige
in sich trägt.

Therga von Schönbrunn

Wir nehmen Abschied von Kaninchen Emma

Dienstag, November 14th, 2017

Widder Emma war eine von 9 Kaninchen, die bei uns vor vielen Jahren, eine Aufnahme fand. Hier lesen Sie ihre Geschichte: http://www.tierschutzwelt.de/?p=23253


Ihre drollige Art und Aussehen – ein Steh- und ein Klappohr – fand viel  Zuspruch von Menschen, die ihr ein artgerechtes Zuhause geben wollten. Ich teilte den neuen Besitzern mit, dass sie aufgeschlossen, aber sehr Dominant ist.

3x vermittelte ich sie. Jedes mal kam sie zurück.

Emma behauptete ihr neues Reich für sich. Lies den Kastraten nicht ins Gartenhäuschen, fiel bissig die neuen Besitzer an und grunzte wie ein Schwein.

Das ach so liebreizende Widdermädchen entpuppte sich als Hinterhältig.

Als ich sie zurück setzte in ihre alte Kaninchengruppe, benahm sie sich Lammfromm.
Nachdem 3 Versuch der Vermittlung erhielt sie ihr Gnadenbrot bei uns.

Ich konnte sie streicheln, ohne das sie je eine Attacke auf meine Hände aus übte. Sie liebte ihre Artgenossen. Kuscheln genossen sie immer.

Gemeinsam wurde gebuddelt und versteckt, wenn ich mit der Krallenschere kam. „Mama kommt, die legt uns wieder auf den Rücken. Das ist doof!“ oder der Tierarzt kam zum impfen: „ Wir sind unsichtbar!“

Gemeinsam fressen aus einem Napf oder das frisch gesenste Wiesengrün genüsslich futtern, stärkt den Zusammenhalt der Kaninchengruppe.

Ab und zu gab es kleinere grunzende Meinungsverschiedenheiten, die  friedlich endeten. Das Ritual Ranghohes Weibchen Erna mit Partner Sammy wurde von ihr sehr ernst genommen. Nicht einmal Emma wagte den bestimmten Schritt, Erna von ihrer angesehenen Platzierung zu vertreiben.

Ihre Lieblingsfreundin war Emmi. Beide verbrachten viel Zeit miteinander.

 

Vor einem ¼  Jahr entwickelten sich bei Emma Brusttumore. Ich konnte zuschauen, wie sie streuten und immer größer wurden. In dieser Zeit genoss sie ihr Leben in vollen Zügen.

 

Am 08.11. bekam Emma einen krampfartigen Schlaganfall, der sie von einer Sekunde auf die Andere umfallen und nicht mehr aufstehen lies. Ich rief sofort unseren Tierarzt an.

Emma wurde von ihrem Leiden erlöst.

Emma wurde im Jahr 2009 geboren.
Sie verstarb am 08.11.2017
5 Jahre lebte sie bei uns.

Als ich sie tief traurig begrub, wünschte ich dieser kleinen Kaninchenseele eine gute Reise in den Himmel. Am Himmelstor warteten viele Artgenossen auf sie, die sie kennt. Gemeinsam erhellen sie den Sternenhimmel!

Deine Freunde und ich hatten Dich sehr lieb!

 

 

Mit stillem Gruß
Beatrix Weber,
mit vielen Gnadenbrottieren, in
37441 Bad Sachsa – OT Steina / am Harz


Wir nehmen Abschied von Mittelrassenkaninchen Luci

Samstag, August 19th, 2017

Luci mit ihren Freundinnen Sternchen und Betty kamen mir freudig heute entgegen gehoppelt. Wie jeden morgen gab es Grünfutter für alle Kaninchen und Meerschweinchen.

Ich hatte mir fest vorgenommen, dass ich die Ställe der Meerschweinchen säubern wollte. Dies tat ich auch.

Während ich den Meerschweinchenmist heraus trug, blickte ich auf Betty und Sternchen, die ängstlich mit groß aufgerissenen Augen im Stall saßen. Ich konnte mir ihr verhalten nicht wirklich erklären. Denn im Garten war niemand der sie verängstigen konnte. Als ich mit meinem leeren Mistsack wieder den Stall betrat sah ich, was geschehen war. Luci lag regungslos unter ihrer Holzkiste und war gerade für immer eingeschlafen.

Sie war Siegfrieds kleine Prinzessin, die er liebte. Nun ist sie ihm in den Himmel gefolgt.

Luci war ein kräftiges Kaninchenmädchen, die ihr „Sofa-Kissen“ (Fettwamme) stets bei sich trug. Sie liebte es mit ihren Freundinnen zu kuscheln, gemeinsam zu fressen oder zu dösen.

Der große Auslauf am Stall gab ihr und ihren Freundinnen täglich viele Bewegungsfreiheiten. Auch im Winter.

Luci wurde am 18.05.2013 geboren.
Sie starb am 19.08.2017.

Als ich Deinen leblosen Körper eingrub, begleitete mich ein Rotkehlchen.

Sie gab auch Dir die letzte Ehre.

Du warst ein besonderes liebeswertes Kaninchen. Wir hatten Dich sehr, sehr lieb!

 

Mit stillem Gruß
Beatrix Weber,
mit vielen Gnadenbrottieren, in
37441 Bad Sachsa – OT Steina / am Harz

Tiefe Trauer um eine Amsel

Donnerstag, Juni 15th, 2017

Das leben der Menschen ist wie
das Leben der Vögel:
Wenn der große Tag kommt,
muss jeder allein fliegen.
aus China

Seit ein paar Wochen war ich stiller Zuschauer, wie ein Amselpärchen 2 Jungvögel aufzogen.

Jeden Tag beobachtete ich sie von meinem Küchenfenster, wie die Alttiere, Schnabelgerecht den Kleinen Würmern und Insekten in die bettelnden Schnäbel stopften.

Inzwischen waren sie gut befiedert. Ihre Bäuche waren dick und rund. Die Eltern sahen eher dünn aus.

Ich hatte an dieser kleinen Familie meine helle Freude.

 Als die Jungtiere endlich selbstständig wurden, blieb ein Tier stets in meiner Nähe. Wo ich mit der Grabegabel in meinen Beeten grub, pickte sie die Larven aus dem Boden. Ich sprach mit ihr. Und sie gab Antwort.

Sie lies es zu, als ich mit dem Fotoaperrat ca. 1 ½ m vor ihr kniete, um sie in aller Schönheit ins Bild zu setzen. Das Blitzlicht fand sie ziemlich nervend und flog davon.

Jeden Morgen beobachtete ich sie von meinem Küchenfenster. Sie pickte das Moos von der Wiese, um an Regenwürmer zu kommen. Dieses Ritual wiederholte sich ein paar Wochen.

Sie gehörte zu uns. Die Kaninchen kannten und akzeptierten sie. Die Amsel flog elegant zu ihnen ins Außengehege und pickte allerlei Fressbares. Wenn sie satt war, flog sie auf die Kaninchenfinnenhütte und verweilte einige Zeit.

 Früh am Morgen, ich beschmierte gerade mein Frühstücksbrötchen mit Butter und Marmelade, spürte ich dass irgendwas nicht stimmt. Die kleine Amsel war nicht sichtbar. Ich schaute hin und her, sie war nicht auffindbar.

Auch bei meiner Fütterungsrunde zu den Kaninchenställen entdeckte ich sie nicht. Vielleicht hat sie sich ein neues Revier gesucht, schoss es mir so durch den Kopf….

An diesem Vormittag entschloss ich mich Rasen zu mähen. Als ich bei meinen Heckenrosen vorbei „ratterte“ mit dem elektrischen Mäher, entdeckte ich viele blutige Amselfedern. Der Anblick schockierte mich so sehr, dass ich für 1h die Arbeit unterbrechen musste.

Ich war tot traurig, dass dieser Vogel sterben musste.

 Am 09.06.2017  verlies ihre kleine freudige Seele unsere Erde.

 

Mit stillem Gruß
Beatrix Weber,
mit vielen Gnadenbrottieren, in
37441 Bad Sachsa – OT Steina / am Harz

Wir nehmen Abschied von Meerschweinchen Susi und Mittelrassenkaninchen Jasmin

Dienstag, Juni 13th, 2017

Susi nahmen wir vor ca. 4 Jahren auf. Damals hatte sie eine Familie, die sich rührend um Susi mit Freundin kümmerten. Als ihre Freundin verstarb, entschlossen sich ihre menschlichen Futterlieferanten, Susi nicht allein zu lassen. So zog Susi zu unseren Meerschweinchensenioren.

Neugierig und liebevoll wurde sie begrüßt.

Nach wenigen Tagen saß Susi zwischen irisgleichen. Sie liebte es, wenn alle zusammen fraßen oder kuschelten. Susi genoss es im Sommer auf der grünen Wiese  zu liegen und um sich herum die saftigen Grashalme zu fressen.

Susi zeigte keine Erkrankung vorher, als ich sie eines Morgens tot im Stall liegen sah. Ihre Artgenossen begrüßten mich stumm und traurig.

 Susi verstarb am 18.05.2017
Sie wurde ca. 7 ½  Jahre alt.

Auch ich hatte Susi in mein Herz geschlossen. Ihre Freundinnen zeigten mir nach Tagen, dass sie sie sehr vermissen.

In Gedanken wünschte ich Susi eine gute Reise in den Himmel.

 

+++

Jasmin brach sich als junges Kaninchen eine Vorderpfote. Seitdem hoppelte sie auf 3 Pfoten. Mit dieser Behinderung wurde sie alt.

Ihre Geschwister liebten sie so wie sie war. Nur Widder-Kaninchen Emma, die Dominante in der Gruppe, lies ihre Hormonschwankungen Jasmin oft spüren. Ich schimpfte in dieser Zeit laut mit Emma. Sie verschwand dann meist in einem Erdloch…

Vor einem ½ Jahr schrumpfte Jasmins Körpergröße. Dies war ein Zeichen, dass sie Alterte. Ihr Schnäuzchen bekam graue Haare.

Sie liebte den täglichen Hautkontakt mit Bunny, Harmonie, Sammy, Erna und Emmi. Jasmin war glücklich, wenn ihre Lieben um sie herum lagen. Gemütlich wurde gemeinsam gefressen.

Als ich am frühen Morgen meine Fütterungsrunde beginnen wollte, sah ich mit entsetzen, dass Jasmin auf der Seite lag und nicht mehr mit eigener Kraft aufstehen konnte.

Ich rief sofort den Tierarzt an.

Jasmin wurde am 22.05.2017 erlöst.
Sie wurde am 27.07.2012 geboren.

 Am Himmeltor warteten ihre Mami Ilka, Pflegepapa Stups, Geschwister Anni, Lilly, Toffee und Hermine auf Jasmin. Gemeinsam können Sie, ohne Schmerzen, das Weltall entdecken.

Wir hatten dich hier auf Erden sehr, sehr lieb.

 

Mit stillem Gruß
Beatrix Weber,
mit vielen Gnadenbrottieren, in
37441 Bad Sachsa – OT Steina / am Harz