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Archive for the 'Wildtiere, Insekten, Vögel, Fische – Info' Category

Herbstzeit ist Jagdzeit – das Wild leidet

Dienstag, November 22nd, 2016
Das Wild leidet und verludert in der Dickung

In diesen Wochen haben schon wieder viele Drückjagden in Deutschland stattgefunden.  …

Den ausführlichen Newsletter lesen Sie unter: Wildtierschutz Deutschland

Ein wunderschönes Video

Montag, November 7th, 2016

Wild im Winter, mit Ton

 

Vogelschutz-Newsletter

Montag, November 7th, 2016

Liebe Natur- und Tierfreunde,
der Vogelzug ist inzwischen weitgehend beendet, so dass auch unsere Herbst-Vogelschutzcamps langsam abgeschlossen werden. Zwei Einsätze sind ganz aktuell zu Ende gegangen: Brescia und Valencia.

Brescia: 51 Wilderer überführt
Das Vogelschutzcamp im norditalienischen Brescia – mit 5 Wochen Länge und 82 Teilnehmern unser größter Einsatz – ist am gestrigen 6.11. beendet worden. Wir haben 246 Bogenfallen, 649 Schlagfallen und 46 Netze gefunden. 51 Wilderer (50 Männer, eine Frau) wurden aufgrund unserer Hinweise überführt, über 620 lebende Lockvögel und fast 1.000 tiefgefrorene Singvögel beschlagnahmt. Vor allem bei den besonders brutalen Bogenfallen verzeichnen wir einen starken Rückgang: Vor 15 Jahren haben wir noch regelmäßig über 10.000 der Fanggeräte gefunden, die 246 im Jahr 2016 sind ein historischer Tiefstand. Einen interessanten Überblick über die Entwicklung der von uns seit 1985 in Italien gefundenen Fallen finden Sie in unserer „Fallenstatistik“.

Valencia: Vogelfang stirbt aus
Beim Vogelschutzcamp in Valencia haben wir so wenige aktive Fanganlagen (die sog. „parany“) gefunden wie nie zuvor. Unsere Teams waren 10 Tage im Norden der ostspanischen Region im Einsatz und haben etwa 500 parany kontrolliert. Noch vor 10 Jahren waren sämtliche dieser Anlagen illegal in Betrieb, in diesem Jahr wurden lediglich 32 aktiv vorgefunden. 16 parany wurden bei der Polizei angezeigt, 10 Vogelfänger konnten inflagranti überführt werden, etwa 2.100 Leimruten wurden sichergestellt. Die Tradition des Vogelfangs in Valencia ist nach 5 Jahren unserer Aktionen auf dem besten Weg, komplett auszusterben.

Malta: 15 illegale Fangplätze angezeigt
Auf Malta haben wir derzeit ein Team im Einsatz, das den wieder erlaubten Singvogelfang mit Netzen überwacht. Es bleibt uns leider nichts anders übrig, als die relativ hohen Genehmigungsauflagen zu prüfen und dort tätig zu werden, wo die Vogelfänger dagegen verstoßen. Das machen wir allerdings mit Erfolg: Letzte Woche haben wir 15 illegale Anlagen angezeigt. Zwei der Fangplätze wurde gestern (Sonntag) geräumt, hier konnten 25 Lockvögel (Buch- und Grünfinken, Erlenzeisige und Hänflinge) sowie 2 riesige Schlagnetze sichergestellt werden.

TV-Tipp: „Die Ammer-Allianz“
Heute abend (Montag 7.11.) zeigt der SWR einen Beitrag über die Bemühungen zum Schutz des vom Aussterben bedrohten Ortolans. Ein Kamerateam hat dazu das Komitee gegen den Vogelmord zu unserem Vogelschutzcamp nach Südfrankreich begleitet. Unter dem Titel “Die Ammer-Allianz” ist der schöne Beitrag am Montag 7.11. um 18:15 in der Sendung “Mensch Leute” auf dem SWR zu sehen. Einschalten lohnt sich!

Beste Grüße,
Alexander Heyd
Geschäftsführer/Managing Director)

Komitee gegen den Vogelmord e.V.
Committee Against Bird Slaughter (CABS)
Bundesgeschäftsstelle
An der Ziegelei 8, 53127 Bonn, Germany

Tel.: +49 228 66 55 21
Fax : +49 228 66 52 80
Email: komitee@komitee.de

Internet: www.komitee.de
Facebook (deutsch): www.facebook.com/Komitee.CABS
Facebook (english): www.facebook.com/CABS2011

Vogelschutz-Newsletter

Donnerstag, Oktober 6th, 2016

Liebe Natur- und Tierfreunde,

wie jeden Herbst ist bei uns um diese Zeit viel los, damit Sie  nichts verpassen, gibt es jetzt wieder einen Newsletter von uns mit zwei spannenden Filmtipps:
Zypern: Das Komitee bekommt prominente Unterstützung
Momentan ist der berühmte britische BBC-Moderator Chris Packham in Zypern. Er hatte schon letztes Jahr mit seinen Berichterstattungen aus Malta für viel Wirbel gesorgt. Er war mit uns im Gelände und berichtet in einem (englischsprachigen) Beitrag darüber und bittet um Unterstützung für die Kollegen von BirdLife Cyprus und auch für uns.
Dem wollen wir uns anschließen: Wer also noch nicht die Zeit gefunden hat, möchte wir hiermit einladen, sich an unserer Protestkampagne gegen den Vogelmord auf den britischen Militärbasen zu beteiligen.

Frankreich: Der Kampf um die letzten Ortolane (Fernseh-Tipp)
Bei unserem gefährlichen Einsatz gegen die Ortolanfänger in Frankreich hat uns im August 2016 ein Fernsehteam des NDR begleitet. Der sehenswerte Bericht wird diese Woche erstmalig ausgestrahlt. Hier die Informationen dazu.

Die angekündigten Ausstrahlungen des NDR finden statt am

Freitag, 07. Oktober 21:15 bis 21:45 Uhr
Samstag, 08. Oktober 8:30 bis 9:00 Uhr

Beste Grüße aus Brescia/Norditalien,
Alexander Heyd
(Geschäftsführer/Managing Director)
Komitee gegen den Vogelmord e.V.
Committee Against Bird Slaughter (CABS)
Bundesgeschäftsstelle
An der Ziegelei 8, 53127 Bonn, Germany
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Fax : +49 228 66 52 80
Email: komitee@komitee.de
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Vogelschutz-Newsletter

Samstag, September 17th, 2016

Liebe Natur- und Tierfreunde,
die erste Woche unserer großen Vogelschutzcamps auf Malta und Zypern ist vorbei – Zeit für eine erste Bilanz.
Malta
Auf Malta ist die Situation ruhiger denn je. Durch die Anwesenheit der Komitee-Teams kann ein Großteil der jeden Abend auf der Insel zum Rasten eintreffenden Zugvögel am folgenden Morgen unbehelligt nach Afrika weiterfliegen. Trotzdem gibt es noch viel zu tun, wie die letzten Tagen eindrücklich gezeigt haben:

Am 12.05. wurden 2 Schwarzstörche und ein Weißstorch abgeschossen. Am 14.09. haben Komitee-Teams einen Wespenbussard-Abschuss dokumentiert, eine im Müll entsorgte illegale Trophäensammlung (Pirol, Blauracke, Sumpfohreule, Purpurreiher) und einen frisch geschossenen Kuckuck gefunden sowie zwei illegale Käfigfallen mit insgesamt 28 Vögeln an die Polizei gemeldet. Am gestrigen 15.09. haben wir erneut den Abschuss eines Wespenbussards gefilmt. Zudem wurden Rohrweihe und ein Graureiher mit zerschossenem Gefieder beobachtet.
Zypern
Unsere Protestaktion an die britische Premierministerin May wegen des massiven Vogelfangs auf den britischen Militärliegenschaften auf der Insel Zypern hat eine erste Reaktion gezeigt: Der Leiter des derzeit laufenden Komitee-Vogelschutzcamp wurde zur britischen Militärpolizei „einbestellt“ und musste dort unsere Kampagne verteidigen. Zuerst wollte man uns nötigen, die Protestaktion zu beenden, nachdem wir aber natürlich unnachgiebig waren und unseren Standpunkt klar dargelegt haben, wurde einen weitere Kooperation gegen die Wilderer vereinbart. Die britische Polizei ist sichtlich um Schadensbegrenzung bemüht. Wenn Sie noch nicht an der Aktion teilgenommen haben, hier ist der Link zur Protestmail.
Unterdessen läuft das Vogelschutzcamp in Zypern auf Hochtouren. Inzwischen haben wir 940 Leimruten, 39 Netze und 30 elektronische Lockvögel gefunden und abgebaut, die Polizei konnte bereits 7 Wilderer auf frischer Tat schnappen. Dieses Ergebnis ist für eine einzige Woche sehr beachtlich und zeigt, wie weit verbreitet der Vogelfang immer noch ist.
Das Justizministerium hat die Polizeiunterstützung auf ein Viertel des uns sonst begleitenden Personals zusammengestrichen, was zu einem ersten ernsten Zwischenfall geführt hat: Vorgestern wurde ein Komitee-Fahrzeug bei Protaras fast völlig von Wilderern zerstört, weil wir alleine und ohne Schutz im Gelände waren. Zum Glück wurde niemand verletzt. Die von uns eingeschalteten Botschaften Deutschlands und Italiens haben sich bei Justizminister Nicolaou beschwert – es könnte sein, dass wir nun wieder mehr Polizei zur Verfügung gestellt bekommen!
Drücken Sie uns die Daumen, dass die Einsätze weiterhin so erfolgreich und für uns nicht gesundheitsgefährdend ablaufen.

Beste Grüße aus Malta

Alexander Heyd
(Geschäftsführer/Managing Director)
Komitee gegen den Vogelmord e.V.
Committee Against Bird Slaughter (CABS)
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Vogelschutz-Newsletter 16/ 2016 – bitte bei unserem internationalen Protest mitmachen!

Sonntag, September 11th, 2016

Liebe Natur- und Tierfreunde,

in Sachen Zugvogelschutz ist Zypern das Schlusslicht in Europa. Nirgends sonst stellen Vogelfänger so dreist ihre Leimruten und Netze in aller Öffentlichkeit auf, nirgends sonst ist die Polizei so untätig und sind die Strafen so niedrig.
Aber ausgerechnet am schlimmsten ist die Situation auf britischem Boden. Im Süden Zyperns liegen riesige Militärbasen des Vereinigten Königreichs – ganz offiziell britisches Hoheitsgebiet. Um keinen schlechten Ruf als „Besatzer“ zu bekommen, drückt die Militärpolizei beide Augen zu, wenn es um Vogelfang geht. Die Wilderer wissen diesen Vorzug zu schätzen und stellen ihre Netze statt in der Republik Zypern lieber auf britischem Militärgebiet auf. In über 800 ganz offen sichtbaren Fanganlagen werden in jedem Jahr mindestens eine halbe Million Grasmücken, Rotschwänze und Rohrsänger gefangen!   
Zwar gibt es eine eigens eingesetzte Polizei-Einheit, die gegen die Wilderei vorgehen soll, aber aufgrund fehlendem politischen Willen sind den Beamten die Hände gebunden. Aus eigenem Antrieb rückt die Polizei kaum aus, „große Fische“ bleiben stets unbehelligt und bestraft werden selbst die wenigen überführten Vogelfänger nicht.
Damit muss endlich Schluss sein! Das Komitee gegen den Vogelmord hat eine internationale Protestaktion gegen diesen Vogelmord gestartet. Mit einer vorgefertigten Protestemail können Sie die neue britischen Premierministerin Theresa May auffordern, sich für ein Ende des Vogelfangs auf ihren Militärbasen einzusetzen!

Es geht auch offline
Wir haben auch eine Protestpostkarte gedruckt. Wer bereits in unserem Postverteiler ist, bekommt sie in diesen Tagen zugeschickt. Wenn Sie Protestpostkarten an Theresa May verschicken möchten, bestellen Sie diese in beliebiger Menge ganz einfach über unser Feedbackformular bei unserer Geschäftsstelle:

Vielen Dank für´s Mitmachen!

Beste Grüße aus Xemxija/Malta
Alexander Heyd
(Geschäftsführer/Managing Director)
Komitee gegen den Vogelmord e.V.

Committee Against Bird Slaughter (CABS)
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Vogelschutz-Newsletter

Montag, August 1st, 2016

Liebe Natur- und Tierfreunde,

der Sommer geht zwar erst in die Halbzeit, aber die ersten Zugvögel haben schon mit dem Herbstzug begonnen. Rot- und Grünschenkel, verschiedene Wasserläufer und andere Watvögel sind bereits auf dem Weg aus ihren nordischen Brutgebieten in den Mittelmeerraum und nach Nordafrika. Während die Wilderer fast überall in den „Problemgebieten“ noch Pause haben, stehen die maltesischen Vogelfänger schon wieder – fast wörtlich – Gewehr bei Fuß.

In der vergangenen Woche ist in Kairo (Ägypten) eine Tagung zum Zugvogelschutz zu Ende gegangen. Die Bonner Konvention (Konvention zum Schutz wandernder Tierarten) und die UNEP (Umweltprogramm der Vereinten Nationen) hatten eingeladen, um über Maßnahmen gegen die Wilderei im Mittelmeerraum zu beraten. Eigentlich ist die Komitee-Devise ja “Weniger reden, mehr tun”. Manchmal sind Tagungen aber auch ganz sinnvoll. Die Teilnehmer waren vornehmlich Regierungsvertreter, ein Mitarbeiter des Komitees gegen den Vogelmord ist als NGO-Vertreter zu der Veranstaltung gereist und hat unsere Sicht der Dinge aus der praktischen Arbeit gegen die Wilderei eingebracht.
Auf Bitten der Bonner Konvention hat das Komitee gegen den Vogelmord nun Vorschläge für eine effektivere Arbeit gegen Vogelfang und Vogeljagd auf Zypern, im Libanon und in Ägypten vorgelegt. Was davon umgesetzt wird, wird sich zeigen – Papier ist bekanntermaßen geduldig. Für Zypern und den Libanon besteht berechtigte Hoffnung auf eine Verbesserung der Situation, in Ägypten ist zunächst leider nicht viel zu erwarten. Hier fehlt es weiterhin am politischen Willen, etwas zu ändern. Wir bleiben natürlich an diesem wichtigen Thema dran und tun, was uns möglich ist. Gleichzeitig werden wir uns aber weiterhin auf die Brennpunkte der Wilderei in der EU konzentrieren, denn vor unserer eigenen Haustüre werden immer noch weit mehr Zugvögel geschossen und gefangen, als in Ägypten.

Beste Grüße aus Bonn

Alexander Heyd

Komitee gegen den Vogelmord e.V.
Committee Against Bird Slaughter (CABS)
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Vogelschutz-Newsletter

Montag, Mai 23rd, 2016

Liebe Natur- und Tierfreunde,

vom 24. Februar bis zum 15. Mai fanden die diesjährigen Frühlingseinsätze des Komitees gegen den Vogelmord satt. An den 11 Aktionen in Italien, auf Malta und Zypern haben sich insgesamt 88 Komitee-Mitglieder beteiligt. Die Gesamtsumme der eingesammelten Fanggeräte kann sich sehen lassen:
In den 12 Wochen haben wir 1.817 Leimruten, 66 Fangnetze und 151 Schlagfallen gefunden, aufgrund unserer Hinweise hat die Polizei 38 Wilderer auf frischer Tat überführt – bei ihnen wurden 7 Flinten, 2.572 Schuss Munition und über 1.100 tiefgefrorene Singvögel sichergestellt. Fast 400 Vögel konnten befreit werden – entweder aus Fallen und Netzen oder aber aus den Volieren krimineller Tierhändler.
Die Früchte unserer Arbeit ernten wir auf Inseln…
Die schönsten Ergebnisse haben wir auf Malta und auf den italienischen Inseln Ponza und Palmarola erzielt: Hier haben wir mit unserer Präsenz dafür gesorgt, dass die illegale Vogeljagd und der Vogelfang spürbar nachgelassen haben. Natürlich haben die Täter kaum etwas dazu gelernt, sondern fürchten sich nur vor der Strafverfolgung. Wären wir nicht mit so vielen Teams vor Ort, würde sich die Lage wieder verschlechtern. Trotzdem zeigt sich, dass wir in der Lage sind, Brennpunkte der Wilderei effektiv zu beruhigen. Für einen dauerhaften Erfolg müssen wir aber noch lange vor Ort aktiv bleiben.
…außer auf einer, dem ewigen Sorgenkind Zypern
Besorgniserregend ist weiterhin die Lage auf Zypern. Hier haben wir mit über 1.800 eingesammelten Leimruten einen neuen traurigen Rekord für einen Frühlingseinsatz aufgestellt. Die enormen Gewinne, die die Vogelfänger mit Grasmücken, Nachtigallen und Schnäppern erwirtschaften, die lächerlich geringen Geldstrafen und der Unwillen der zypriotischen Regierung bei der konsequenten Arbeit gegen die Wilderei machen uns und den Zugvögeln das Leben weiterhin schwer. Hier werden wir zusammen mit der Stiftung Pro Artenvielfalt, die uns bei dem Zypernprojekt umfänglich unterstützt, künftig noch mehr Ressourcen einsetzen müssen.
Eine Zusammenfassung der Ergebnisse aller Frühlingseinsätze des Jahres 2016 haben wir auf unserer Internetseite für Sie bereitgestellt.
Ihre Spende macht den Unterschied!
Sobald wir mit der Nachbereitung der Frühlingseinsätze fertig sind, beginnen wir auch gleich mit der Planung der Herbsteinsätze. Sie allein sorgen mit Ihren Spenden dafür, dass wir überhaupt aktiv vor Ort die Wilderei bekämpfen können. Vielen Dank für diese Unterstützung!
Hier finden Sie eine Übersicht, wie Sie spenden können.
Zum Ende ein TV-Tipp
Heute um 13:00 Uhr erschien im WDR die Erstausstrahlung der Planet Wissen- Sendung „Ökodetektive – Umweltverbrechern auf der Spur“. Wir waren als Gast in der Sendung und berichten über die illegale Jagd auf Vögeln in Deutschland und Europa und die Probleme und Hindernisse bei der Aufklärung der Verbrechen.
Wer die Folge verpasst hat, kann sie später anschauen, wie die Übersicht der nächsten Sendetermine zeigt.
Beste Grüße aus Bonn,
Alexander Heyd
(Geschäftsführer/Managing Director)
Komitee gegen den Vogelmord e.V.
Committee Against Bird Slaughter (CABS)
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Vogelschutz-Newsletter

Mittwoch, Mai 18th, 2016

Liebe Natur- und Tierfreunde,

am gestigen Pfingstsonntag gingen die letzten drei Vogelschutzcamps des Komitee gegen den Vogelmord im Frühjahr 2016  zu Ende. Der Vogelzug ist fast abgeschlossen, Vogelfang und Zugvogeljagd werden nun überall eingestellt.
Zypern: 1.800 Leimruten eingesammelt
Das längste Komitee-Vogelschutzcamp aller Zeiten ist unser diesjähriger Frühlingseinsatz auf Zypern gewesen. Sechs Wochen lang waren insgesamt 22 Komiteemitglieder auf Zypern im Einsatz und haben zusammen mit der Polizei 1.817 Leimruten und 50 Fangnetze gefunden. Diese Zahl (ein neuer Rekord für einen Frühlingseinsatz) ist erschreckend hoch und spiegelt unseren Eindruck wieder, dass die Wilderei in diesem Frühjahr so intensiv war, wie seit Jahren nicht mehr. Hintergrund sind die Parlamentswahlen am 22. Mai – die Regierung ist auf Stimmenfang und hat im Vorfeld alles getan, um die Wilderer zu hofieren und uns Steine in den Weg zu legen. Die Polizei hat trotz aller Widrigkeiten eine ausgezeichnete Arbeit geleistet und konnte aufgrund unserer Hinweise 15 Wilderer überführen und bei Hausdurchsuchungen 1.258 tiefgefrorene Vögel beschlagnahmen. 132 Vögel wurden aus Netzen und von Leimruten befreit.
Wir hoffen sehr, dass sich nach der Wahl die Situation wieder beruhigt und die neue Regierung sich wieder etwas engagierter gegen den Vogelfang positioniert.
Kalabrien: 3 Vogelfänger überführt
Heute ist auch das Frühlingscamp des Komitees in Kalabrien – der „Stiefelspitze“ Italiens zu Ende gegangen: Mitglieder des Komitees gegen den Vogelmord haben hier zweieinhalb Wochen lang den Greifvogeldurchzug überwacht und Tierhändler kontrolliert. Während es keine Zwischenfälle mit Greifvogeljägern gab, konnten drei illegale Vogelhändler aufgrund unserer Recherchen überführt werden. Die Forstpolizei hat bei ihnen 61 Vögel sichergestellt, darunter 8 Amseln, 15 Turteltauben und 33 Stieglitze. Alle Vögel konnten freigelassen werden. Durch die Komitee-Einsätze beruhigt sich die Situation in Kalabrien und an der Straße von Messina immer mehr.
Bozen: 44 Drosselküken sichergestellt  
Ebenfalls abgeschlossen ist seit heute unser erstes Vogelschutzcamp in den Obstplantagen rund um Bozen (Südtirol/Italien). Tierhändler plündern hier Drosselnester, versehen die Küken mit Zuchtringen und verkaufen sie dann als “Nachzuchten” an Jäger, die sie als Lockvögel bei der Jagd einsetzen. Eine Woche lang sind wir Hinweisen auf diese Form der Wilderei nachgegangen – die Polizei hat 2 Wilderer mit insgesamt 44 frisch aus Nestern geraubten Jungvögeln auf frischer Tat überführen können. Zwei Nesträuber, die wir an diesem Samstag in einer Apfelplantage inflagranti erwischt haben, sind leider geflohen. Da das Problem mit Kontrollen allein nicht in den Griff zu bekommen ist (die Obstplantagen haben eine Fläche von 20.000 Hektar und die Suche nach Wilderern ist wie nach der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen) wird das Komitee gegen den Vogelmord ein Konzept ausarbeiten, wie man künftig zusammen mit den lokalen Behörden den “Kükenraub” besser bekämpfen kann. Als Initialzündung war der Einsatz ein Erfolg.
Wir werden in den nächsten Tagen die Ergebnisse der 10 Frühlingscamps sichten und auswerten und dann baldmöglichst eine Zusammenfassung auf unserer Internetseite veröffentlichen. Vielen Dank, dass Sie diese Arbeit mit Ihren Spenden möglich gemacht haben.
Beste Grüße aus Bonn,
Alexander Heyd
(Geschäftsführer/Managing Director)
Komitee gegen den Vogelmord e.V.
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Vogelschutz-Newsletter

Dienstag, Mai 3rd, 2016

Liebe Natur- und Tierfreunde,
der Monatswechsel ist auch ein Wechsel bei unseren Vogelschutzcamps im Mittelmeerraum:

Malta – 109 Turteltauben freigelassen

Unser Vogelschutzcamp auf Malta ist am gestrigen Sonntag zu Ende gegangen. Im Gegensatz zur sehr ruhigen ersten Woche war die zweite ausgesprochen ereignisreich. Ein auf Maltas Nachbarinsel Gozo eingesetztes Komitee-Team, das auf eher heikle Sondereinsätze spezialisiert ist, hat in von Jägern angelegten Eukalyptuswäldchen insgesamt 8 riesige Lebendfallen für Turteltauben gefunden. In den Dächern der volierenähnlichen Käfige vom Ausmaße eines Bungalows befinden sich Löcher, durch die mit lebenden Lockvögeln angelockte wilde Turteltauben in das Innere gelangen aber nicht mehr hinaus. Zusammen mit der Polizei und der zu Hilfe gerufenen maltesischen Armee wurden die Anlagen stillgelegt und 109 Turteltauben freigelassen. Auf Facebook haben wir dazu ein Video veröffentlicht, das die Ausmaße der Fanganlagen gut veranschaulicht: https://www.facebook.com/CABS2011/videos/1298936020120748/

Eine vergleichbare Aktion hat es auf Malta und Gozo noch nie gegeben!

Zypern – Polizei überführt 13 Wilderer

Obwohl die Polizei auf Zypern von der Politik ausgebremst wird – in Kürze sind Wahlen – sind die uns begleitenden Beamten richtig motiviert und wirklich fleißig. Inzwischen haben die Polizisten 13 Wilderer aufgrund unserer Hinweise überführt, 1.308 Leimruten und 41 Netze wurden in den ersten vier Wochen des Einsatzes sichergestellt. Es gibt aber noch viel zu tun, wie der Fall eines der 13 erwischten Wilderer zeigt: Er war vor zwei Wochen mit fast 100 Leimruten geschnappt worden und hatte vor wenigen Tagen wieder 50 Stück ausgelegt und wurde ein zweites Mal überführt. Wir müssen also alle in den letzten Wochen bereits besuchte und von Fallen gesäuberte Gärten erneut kontrollieren.

Ischia: Polizeiaktionen auf der Ferieninsel

Das Vogelschutzcamp des Komitees auf der beliebten italienischen Ferieninsel Ischia geht morgen zu Ende. Bislang haben wir 4 aktive Fangstellen mit etwa 30 Schlagfallen für Braunkehlchen und zwei Volieren mit illegal gefangenen und geschützten Vögel (Kernbeißer und Erlenzeisige) gefunden. An den Fangstellen wurden in Absprache mit der Polizei versteckte Kameras aufgestellt, die Vögel in den Volieren wurden am Sonntag von der Polizei befreit und die Besitzer angezeigt. Auf der etwas nördlich gelegenen Insel Ponza haben unsere Kollegen von der LAC (Liga zur Abschaffung der Jagd) alle wichtigen Gebiete für die Jagd besetzt. Sie haben es so geschafft, die illegale Frühlingsjagd mit Fallen und der Flinte komplett zu unterbinden.

Und zum Schluss: 400.000 Fallen gefunden!

Seit der Gründung des Komitees gegen den Vogelmord im Jahr 1975 haben wir viel Zeit darauf verwendet, Vogelfallen überall in Europa zu finden und abzubauen. Am 24.04.2016 hat ein Komitee-Team im südzyprischen Agia Napa die 400.000 Falle unserer Vereinsgeschichte gefunden. Es war eine Leimrute! Mehr zu unserer „Fallenstatistik“ lesen Sie hier.

Viele Grüße aus Barano, Ischia/Italien
Alexander Heyd
(Geschäftsführer/Managing Director)
Komitee gegen den Vogelmord e.V.
Committee Against Bird Slaughter (CABS)
Bundesgeschäftsstelle
An der Ziegelei 8, 53127 Bonn, Germany

Tel.: +49 228 66 55 21
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